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Kiel Von der Fähre direkt ins Gefängnis
Kiel Von der Fähre direkt ins Gefängnis
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16:16 21.11.2018
Von Frank Behling
Mit einer Fähre aus Litauen war ein gesuchter Straftäter nach Kiel eingereist. Quelle: Frank Behling
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Kiel

Der aus Lettland stammende Mann war vor kurzem in RheinlandPfalz wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden. Er war aber zwischenzeitlich aus Deutschland ausgereist und hatte sich so der Begleichung der Strafe entzogen. Nun aber kam er über den Seeweg aus Litauen nach Deutschland zurück. Die Möglichkeit der Kontrolle im Fährhafen in Kiel hatte er möglicherweise ausgeblendet. 

Mann stand unter Alkoholeinfluss

Als die Bundespolizisten den Mann nach dem Verlassen der Fähre mit dem Haftbefehl konfrontierten und aus dem Pkw aussteigen ließen, vergrößerten sie zunächst aus Sicherheitsgründen den Abstand. Der Lette war von überdurchschnittlich großer und  muskulöser Statur, so Bundespolizeisprecher Gerhard Stelke.

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Da er außerdem stark nach Alkohol roch und sehr unwillig auf die Anweisungen reagierte, setzten die Beamten ihre deeskalierenden Überredungskünste ein und nahmen ihn mit zur Dienststelle im Kieler Hauptbahnhof.

Gesuchter Mann war betrunken

Ein dort durchgeführter Atemalkoholtest ergab zudem einen Wert von 2,41 Promille. Der Schock kam dann  bei der Anforderung des Haftbefehls. Er hatte bei der Justizverwaltung eine „offene Rechnung“ von insgesamt 1800 Euro. Da er die nicht begleichen konnte, musste er noch am Dienstagabend eine auf 150 Tage festgesetzte Haftstrafe antreten.

Die vier Freunde des Mannes durften die Reise nach der Einreisekontrolle unbehelligt fortsetzen.

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