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Kiel Bundespolizisten rollten mit Mann ins Gleisbett
Kiel Bundespolizisten rollten mit Mann ins Gleisbett
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13:27 14.01.2019
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Bei einem Einsatz im Hauptbahnhof Kiel wurden Bundespolizisten verletzt. Quelle: Frank Peter (Symbolfoto)
Kiel

In den frühen Morgenstunden des 12. Januar 2019 wurde die Bundespolizei Kiel telefonisch durch die Transportleitung darüber informiert, dass in der Regionalbahn von Flensburg nach Kiel ein Mann (23) ohne Fahrschein unterwegs ist. Da er sich weigerte, seine Personalien mitzuteilen, sollte die Bundespolizei ihn im Hauptbahnhof Kiel stellen. Als die beschuldigte Person jedoch die Bundespolizisten sah, brannten bei ihm alle Sicherungen durch. Der 23-Jährige ergriff die Flucht und rannte im Spurt in Richtung Bahnhofshalle auf die Bundespolizisten zu. Er drängte die eingesetzten Beamten bei Seite und lief weiter.

Nach kurzer Verfolgung konnte die Streife jedoch den Mann festhalten. Da der 23-Jährige sich wehrte, landeten die Polizisten mit der Person auf dem Boden und schlussendlich rollten sie in den Gleisbereich. Im Gleisbett konnte die Person dann kontrolliert und gefesselt werden. Mit vereinten Kräften wurde der Mann dann auf den Bahnsteig gehoben und zu den Diensträumen der Bundespolizei geführt. Eine Durchsuchung brachte einen Ausweis zu Tage. Die Überprüfung der Personalien ergab, dass gegen die Person vier Aufenthaltsermittlungen wegen Diebstahl und Körperverletzung vorlagen.

Bundespolizisten bei Einsatz im Hauptbahnhof Kiel verletzt

Warum der Mann so ausrastete ist nicht bekannt. Der 23-Jährige wollte sich nicht zu dem Vorfall äußern . Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde die Person mit einem Platzverweis aus dem Bahnhof entlassen. Ein Strafverfahren wegen Erschleichen von Leistungen und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte wurde eingeleitet.

Der Beschuldigte und die eingesetzte Streife erlitten leichte Hautabschürfungen und blaue Flecke, die Beamten blieben jedoch dienstfähig.

Gegen 32-Jährigen lag Vollstreckungshaftbefehl vor

Ein paar Stunden später wurde ein 32-jähriger Mann durch die Bundespolizei im Kieler Hauptbahnhof festgenommen. Im Rahmen einer Identitätsfeststellung stellte sich bei der Kontrolle seiner Personalien heraus, dass gegen ihn ein Vollstreckungshaftbefehl vorlag. Er war Mitte 2018 wegen Diebstahl zu einer Geldstrafe in Höhe von 450,- EUR verurteilt worden. Da er bis dato die Zahlung verweigerte und sein Aufenthaltsort nicht bekannt war, wurde er zur Festnahme ausgeschrieben.

Nun musste er die Beamten in die Diensträume begleiten, wo der Haftbefehl angefordert und ihm dieser im Anschluss eröffnet wurde. Da der Mann die geforderte Geldstrafe nicht aufbringen konnte, wurde er durch die Beamten, für die kommenden 30 Tage, in die Justizvollzugsanstalt Kiel eingeliefert.

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