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Kiel So fühlt man sich als Busfahrer in Kiel
Kiel So fühlt man sich als Busfahrer in Kiel
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05:00 09.04.2019
Von Steffen Müller
Einmal einen Bus fahren: KVG-Fahrlehrer Jörg Joppien (li.) zeigt KN-Redakteur Steffen Müller, wie es geht. Die KVG sucht derzeit noch Busfahrer für Kiel. Quelle: Frank Peter
Kiel

Bremsen, Gas geben, in den Spiegel schauen. Für jeden Autofahrer sind das Automatismen, Routinen. Wie das tägliche Zähneputzen. Doch stellen Sie sich vor, Sie putzen die Zähne, reinigen parallel dazu das Waschbecken, machen Kniebeugen und tragen Gesichtscreme auf. Dann wissen Sie, wie es mir als Fahrschüler in einem Bus der Kieler Verkehrsgesellschaft ergangen ist. Denn Busfahrer sind keine gewöhnlichen Autofahrer. Mit "multitaskingfähig" ist das Anforderungsprofil noch untertrieben.

Ein klarer Blick auf die Straße ist nicht genug. Damit Busfahrer ihren Job richtig ausführen, braucht es weit mehr: Geduld, Ruhe, solides Kopfrechnen beim Ticketverkauf und natürlich die Beherrschung eines Kolosses, der von außen so spielerisch leicht zu beherrschen aussieht. Dachte ich zumindest. Doch ein Selbstversuch auf dem KVG-Betriebsgelände an der Werftstraße zeigt: Bremsen, Gas geben, in den Spiegel schauen reicht nicht aus, um den Bus sicher von Haltestelle zu Haltestelle zu bringen. 

Schnupper-Fahrstunde im Bus: Verzwickte Geschwindigkeitswahrnehmung

Etwa eine Stunde ist für die Schnupper-Fahrstunde vorgesehen. Den wichtigsten Tipp gibt Fahrlehrer Jörg Joppien, noch bevor wir im Bus sitzen. "Wenn Sie denken, Sie sind zu langsam, sind Sie meistens noch zu schnell." Doch tatsächlich ist zunächst das Gegenteil der Fall. Auf gerader Strecke bleibt die Tachonadel bei 15 km/h stehen. Dabei fühlt es sich an wie mindestens 30. Und selbst das ist noch langsam, verglichen mit den üblichen 50 Stundenkilometern im normalen Stadt-Straßenverkehr.

Dass gefühlte und tatsächliche Geschwindigkeit so weit auseinanderliegen, stellt ein Problem dar. In meinem Privat-Auto kann ich das Tempo ganz gut abschätzen, auch ohne auf die Anzeige zu gucken. Im Bus dagegen geht der Blick hektisch hin und her zwischen Tacho, Straße und Spiegel – ein REM-Schlaf mit offenen Augen. Dabei die Spur zu halten, ist gar nicht so einfach.

Busfahrer brauchen Feingefühl im Fuß

Und dann gesellt sich zur Hand-Augen-Koordination noch eine dritte Komponente: der Fuß. Die Pedale, vor allem die Bremse reagieren anders, sensibler, benötigen mehr Feingefühl. Abruptes Anfahren und Anhalten ist gefährlich. Wie gefährlich, zeigt eine Vollbremsung auf Kommando, die von unserer Video-Kamera aufgezeichnet wurde...

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