Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Kiel Lichtspiele für den Klimaschutz
Kiel Lichtspiele für den Klimaschutz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:09 08.11.2016
Von Gunda Meyer
Sophia Ewig (links, 30) und Christin Pukallus (29) von Likadi Design kreierten die Animationen, die sie am Dienstag schon einmal in einem Testlauf auf das Audimax-Gebäude projizierten. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Am Donnerstag, 10. November, werden ab 17 Uhr unter dem Titel High Lights Animationen zum Thema Energieersparnis bei einem Rundgang gezeigt. Ausgerechnet mit einer Lichtshow auf Energieeinsparmaßnahmen an der Uni aufmerksam zu machen, mutet auf den ersten Blick skurril an. „Da wir aber nur mit wenigen Beamern arbeiten, ist der Energieverbrauch gering, und wir erwirken eine große Aufmerksamkeit, die diesen Energieaufwand rechtfertigt“, sagt Leopold Schick, Klik-Energieberater. Geplant ist eine bunte Show, die an drei Standorten mit verschiedenen Projektionen die Themenbereiche des Klik in Bilderanimationen zeigt. „Am Audimax widmen wir uns den Themen Mobilität, Abfall und Wasser, beim Rechenzentrum zeigen wir Animationen zum Strom- und Wärmeverbrauch, und das Anatomie-Gebäude bespielen wir mit bewegten Bildern zum Bereich Nachhaltiges Bauen“, erklärt Christin Pukallus von Likadi-Design. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Sophie Ewig hat sie die Animationen kreiert. Gezeigt werden die Projektionen nacheinander bei einem Rundgang über den Campus. Damit auch die ganz Kleinen ein Highlight haben, dürfen sie ihre Laternen mitbringen und damit den Rundgang zu einem Laternenumzug steigern.

Inhaltlich soll gezeigt werden, wie viel Energie die Uni verbraucht und Ersparnisse möglich sind. Dabei hat die CAU schon viel erreicht: „Insgesamt hat die Uni von 2013 bis 2015 zwölf Prozent weniger Strom verbraucht“, sagt Schick. Vor Einführung des Klimaschutzkonzeptes stieg der Verbrauch jährlich um drei Prozent. Bei der Universitätsbibliothek konnten sogar 47 Prozent Stromersparnis erzielt werden. „Das Rechenzentrum verbraucht 29,4 Prozent weniger Energie, durch die Umstellung der Lüftungsanlage und den Wechsel von Luftkühlung auf Wasserkühlung“, so Schick. Ein wesentlicher Faktor sei auch die Verhaltensänderung von Mitarbeitern und Studierenden. „Wir haben eine Checkliste in den Räumen angebracht, auf denen Hinweise stehen wie die Heizung herunter zu drehen, den PC nicht auf Standby zu lassen oder das Fenster zu schließen.“ Außerdem werde mit jedem Grad Raumtemperatur weniger rund sechs Prozent Wärme eingespart.

 Die Campus-Räder sind Teil des Mobilitätskonzepts, das die Menschen dazu bewegen möchte, Fahrrad zu fahren und öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Weitere Pläne zur künftigen Einsparung hat Klik-Leiter Dr. Norbert Kopytziok schon: „Für den Chemielaborbereich suchen wir nach Verbesserungen, z.B. energieeffiziente Spezial-Kühlschränken mit Explosionsschutz.“ Außerdem gebe es Optimierungsbedarf bei den Lüftungsanlagen: „Wenn mit den Chemikalien im Labor gearbeitet wird, muss die Luft zwischen acht und zwölfmal pro Stunde gewechselt werden. In den Semesterferien oder am Wochenende könnte man den Luftaustausch reduzieren“, so Kopytziok. In den nächsten zehn Jahren werden zudem rund die Hälfte aller 200 Unigebäude neu gebaut oder saniert.

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Stadt wächst: Immer mehr Menschen brauchen nicht nur eine Wohnung, sondern auch Arbeitsplätze, Bildung, Kultur, Einkaufsmöglichkeiten und Hilfe, wenn die eigenen Kräfte am Ende sind.

Karin Jordt 08.11.2016

Bevor sich Akrobaten in Gestalt von Seepferdchen, Schildkröten oder schillernden Fischen in der „Hai Society“ des Circo Aquatico tummeln können, muss erst einmal ein großer See in der Kai City am Willy Brandt Ufer angelegt werden.

Gunda Meyer 08.11.2016

Am Freitag wird um 10 Uhr der Tender „Werra“ wieder in seinem Heimathafen Kiel zurückkehren. Das Versorgungsschiff des Unterstützungsgeschwaders aus Kiel war fünf Monate im Mittelmeer im Einsatz und hat sich an der EU-Operation Sophia beteiligt.

Frank Behling 08.11.2016