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Kiel Kieler Messgerät erstmals in Funktion
Kiel Kieler Messgerät erstmals in Funktion
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13:19 03.01.2019
Von Christian Trutschel
Mit einer Rakete vom Typ "Langer Marsch 3B" brach am 7. Dezember im Weltraumbahnhof im chinesischen Xichang eine Sonde mit dem Modul Chang'e-4 zum Mond auf. An Bord war auch ein von Wissenschaftlern der Kieler Uni entwickeltes Strahlenmessgerät. Quelle: www.news.cn
Kiel

Der Kieler Professor Robert Wimmer-Schweingruber ist heute ein gefragter Mann. Rundfunk-, Print- und Online-Medien aus ganz Deutschland bitten den wissenschaftlichen Leiter des Teams der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel um eine Einordnung.

"Das ist eine phantastische Sache, dass nun die erste Sonde auf der Rückseite des Mondes gelandet ist", sagte Wimmer-Schweingruber zu KN-online. "Auf der Rückseite des Mondes zu landen, ist ein großes Risiko, jedes einzelne Detail muss funktionieren, sonst ist die ganze Mission gefährdet."

Es geht bei dem Projekt um Feinmessungen

Erfahren hat er davon gleich nach dem Aufstehen durch den Aufruf der Internet-Seite von China Daily. Kurz danach bestätigte ihm ein Kollege in Peking per E-Mail, dass das in Kiel entwickelte und gebaute Instrument funktioniert. "Wir wurden kurz ein- und wieder ausgeschaltet und sollen später erneut eingeschaltet werden."

Das Besondere an dem Gerät: Es misst als erstes beide Komponenten der für Menschen riskanten Strahlung, die geladene, für alle Astronauten im Weltall gefährliche, ebenso wie die neutrale, die nur für Astronauten auf dem Mond Gefahren birgt. "Man weiß schon einiges über diese Strahlung, hier geht es um Feinmessungen. Denn die Strahlung ist sehr variabel, mit einer hoch variablen Komponente von der Sonne", sagte Wimmer-Schweingruber.

Kieler Forscher, DLR und Chinesen werten die Daten aus

Mindestens ein Jahr lang soll das mit Förderung durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) geförderte Mess-Projekt laufen. "Die Daten von unserem Gerät werden parallel von uns, von Kollegen am DLR und von unseren chinesischen Kollegen ausgewertet."

Hier sehen Sie Bilder von dem an der Kieler Universität entwickelten und gebauten Strahlenmessgerät und des chinesisch-deutschen Projektteams.
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