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Kiel Kieler Uni senkt Stromverbrauch deutlich
Kiel Kieler Uni senkt Stromverbrauch deutlich
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10:19 18.07.2019
Von Steffen Müller
Chantal Zinke, Leopold Schick und Dr. Norbert Kopytziok (von links) sind Mitglieder des Koordinationsbüros für Umwelt- und Klimaschutz „klik“ der Uni Kiel. An der Kieler Universität sank der Stromverbrauch zwischen 2011 und 2018 um mehr als zehn Prozent. Quelle: Frank Peter
Kiel

Von 25.000 auf 8000 Tonnen wurde der CO2-Ausstoß zwischen 2011 und 2018 gesenkt. Grund dafür ist vor allem der Wechsel auf Ökostrom – seit 2018 bezieht die CAU Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Einzig die Technische Fakultät steckt noch nicht am Öko-Netz, soll aber bald angeschlossen werden. Beim Stromverbrauch ist also nicht mehr viel Luft, um weitere Emissionen zu reduzieren, meint Kopytziok. "Hier sind wir fast am Maximum von dem, was man erreichen kann." Einsparpotenzial sieht er noch bei der Wärmeversorgung. Hier hofft der Umweltwissenschaftler auf einen schnellen Anschluss an das Küstenkraftwerk, das umweltfreundlichere Energie liefert.

Weniger Stromverbrauch trotz steigender Studentenzahlen

Ein weiterer Faktor für die Reduzierung des CO2-Ausstoßes ist der geringere Stromverbrauch. "Als ich in Kiel anfing", erinnert sich Kopytziok an seinen Start 2011, "habe ich den Verantwortlichen gesagt, dass wir es schaffen können, den Verbrauch um zehn Prozent zu senken." Für diese Aussage sei er damals belächelt worden. Ziel der Uni-Leitung war es, den Wert zu halten. Und sieben Jahre später sollte Kopytziok recht behalten. 2011 lag der Stromverbrauch der CAU bei knapp 31.000 MWh, 2018 waren es 27.500 – und das trotz gestiegener Studentenzahlen.

Einsparungen bei den großen Stromfressern

Der Weg dahin war gar nicht so schwer, zumindest klingt die Erfolgsformel von Kopytziok und seinem Team ganz einfach: "Wir haben geguckt, wo der Stromverbrauch besonders hoch ist und uns kaum mit kleineren Einsparmöglichkeiten befasst." Und wahre Energiefresser gibt es an der Uni zuhauf, beispielsweise in den Räumen der Biologen, in denen Kältekammern mit Temperaturen um minus 80 Grad stehen. Selbst wenn die Eis-Labore nicht benutzt werden, ist die starke Kühlung in Betrieb. Auch im Rechenzentrum wurde der Verbrauch reduziert und das Kühlsystem effizienter gestaltet.

Sechs Millionen Euro weniger Energiekosten

Um das enorme Einsparpotenzial an der CAU zu erkennen, wurden externe Gutachter herangezogen, die einen umfassenden Maßnahmenkatalog erstellt haben. Und die Investitionen in die Experten und in das Umrüsten des Rechenzentrums haben sich gelohnt. "Die Ausgaben sind mehrfach gedeckt", sagt Kopytziok. Er schätzt, dass die Uni seit 2013 sechs Millionen Euro an Energiekosten gespart hat.

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