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Kiel Circus Ubuntu ist wieder in Kiel
Kiel Circus Ubuntu ist wieder in Kiel
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07:00 11.07.2019
Von Martin Geist
Gemeinsam sind sie stark: Beim Aufbau des Zeltes packen alle Ubuntu-Leute mit an. Quelle: Martin Geist
Kiel

„Khanysa“ heißt bei dieser 25. Sommertournee das Programm, das die Zuschauer auf die Reise in ein imaginäres „Land der Erkenntnis“ mitnimmt. Die Geschichte handelt von einer dunklen Bedrohung, derer sich die Menschen nur erwehren können, wenn sie gemeinsam etwas tun. „Für mich ist das wie bei Greta“, zieht Kjell Häggmark, der ebenfalls ein Schwede und außerdem Zirkusmusiker und Pressesprecher bei Ubuntu ist, eine Parallele zu den Klimaprotesten der Schüler. „Daran hab ich gar nicht gedacht, es passt aber“, sagt dazu Julia Piening, die als 15-Jährige in die Ubuntu-Manege kam und jetzt zum ersten Mal das Buch zur neuen Schau geschrieben hat und zugleich Regie führt. Julia Piening ist jetzt 27, hat Theaterpädagogik studiert und gehört zu den inzwischen mehr als 1000 jungen oder auch schon ein bisschen älteren Menschen, deren Leben von Ubuntu beeinflusst, wenn nicht entscheidend geprägt wurde.

Alle Jahre wieder beginnt die Rekrutierungsphase

„Wir sind eher ein Sozialprojekt“, meint denn auch Kjell Häggmark und verweist darauf, dass weder Vorkenntnisse noch irgendein anderer Status Voraussetzungen fürs Mitmachen sind. Alle Jahre wieder nach den Ferien beginnt die Rekrutierungsphase, danach wird das Team formiert und von Januar an geübt. Fast jeden Sonnabend war das diesmal wieder der Fall, dazu kam in den Osterferien ein einwöchiges Trainingslager. Geboten wird in der Manege wieder alles, was zu einem Zirkus gehört: Seiltanz, Jonglage, Trapeznummern, Clownerie und vieles mehr. Doch ebenso wichtig wie die einzelnen Nummern ist die Geschichte, die ihren eigenen Zauber entfaltet und das Publikum in eine andere Welt entführt. Dass das funktioniert, durfte Julia Piening zu ihrer Freude schon auf den bisherigen Stationen in Horst, Neumünster und Lübeck erleben. „Da ist man vorher natürlich schon aufgeregt, ob das alles so läuft, wie man sich das vorstellt“, gesteht die junge Frau.

Die Finanzierung ist kein Selbstgänger

Immer wieder spannend ist das Dasein auch für den gesamten Zirkus. Der hat sich einerseits zwar fest etabliert, steht andererseits aber jedes Jahr neu vor der Herausforderung, genügend mitmachwillige Kinder und Jugendliche zu gewinnen. Ebenfalls kein Selbstgänger ist die Finanzierung. Zwar kosten die Vorstellungen Eintritt in nicht nur symbolischer Höhe, ohne Spenden würde das Dauerprojekt aber nie und nimmer über die Runden kommen. Obwohl bei Ubuntu alle ehrenamtlich arbeiten, verursacht allein schon der mit zahlreichen Veteranen bestückte Fuhrpark erhebliche Unterhaltskosten. Dass die Fahrzeuge abgastechnisch nicht gerade öko sind, fällt dabei nicht so sehr ins Gewicht. Schließlich setzen sich die zwölf- bis 17-jährigen Artisten zum Ausgleich in den Ferien nicht klimaschädigend ins Flugzeug. 

Ab heute  gibt es Vorstellungen

Der Circus Ubuntu gibt bis einschließlich Sonntag, 14. Juli, täglich jeweils um 14.30 und 19 Uhr Vorstellungen. Ein Mitmachzirkus wird jeden Tag um 11 Uhr angeboten. Karten kosten zwischen 9,50 und 17 Euro. Reservierung unter 0160/98080438.

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