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Kiel Containerdorf auf dem Norder schließt
Kiel Containerdorf auf dem Norder schließt
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21:13 12.12.2016
Von Karen Schwenke
DRK-Helfer und ehemalige Bewohner kamen am Montag noch einmal am Norder zusammen, um sich an die turbulenten Zeiten zu erinnern. Quelle: Sven Janssen
Kiel

Hier, wo zu Zeiten der Maximalbesetzung fast 1000 Menschen Zuflucht gesucht hatten, sich in der Kantine langen Schlangen bildeten, der Kindergarten überfüllt und kein Bett frei war, wohnen jetzt nur noch drei Flüchtlinge. Sie ziehen in den nächsten Stunden und Tagen in andere Unterkünfte. Dann werden auch die Container abgebaut „und an das vermietende Unternehmen zurückgegeben“, berichtet Eugen Witte, Sprecher des Finanzministeriums. Was mit der Fläche geschieht, konnte er am Montag noch nicht sagen.

 Die Schließung zeichnete sich bereits seit Monaten ab: Die Zahl der Flüchtlinge war auf 100 gesunken, berichtet Einrichtungsleiterin Ilka Hübner vom DRK Kiel. Dabei war das Containerdorf, als es am 1. September 2015 als Erstaufnahmeeinrichtung am Kopperpahler Teich eröffnet wurde, für 600 Menschen geplant und später überwiegend mit 700 besetzt. Zuletzt traf man in dem Dorf vor allem Flüchtlinge aus Armenien, Afghanistan, Usbekistan und dem Iran, anfänglich hatten überwiegend Menschen aus Syrien, Kurdistan und dem Irak hier eine Bleibe gefunden. „Insgesamt haben wir rund 5000 Asylsuchende in den 15 Monaten des Bestehens betreut – im Schnitt mit zwei bis sechs Wochen Aufenthalt“, so Hübner. Mit jedem Neuankommenden ging es für die DRK-Helfer zunächst darum, die Menschen mit dem Allernötigsten zu versorgen: Mit einem warmen Essen, Hygieneartikeln, der Möglichkeit zu Duschen und einem Bett im Container. Erst dann erfolgte die Verfahrensberatung und Freizeitpädagogik, beschreibt Hübner die Prozedur.

 Für sie und ihr Team mit 26 Mitarbeitern ist ab Donnerstag hier auch Schluss. Dennoch werden sie ihre Arbeit mit Flüchtlingen an einem anderen Ort in Kiel fortsetzen können. „Die Landesunterkunft ist ein erfolgreiches Beispiel für die Integrationsarbeit des DRK Kiel“, urteilt Jürgen Hoffmeister. Für ihn als Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Kiel gehört die Landesunterkunft am Nordmarksportfeld zu den Hauptgeschäftsgebieten. Da die Verträge bis 2019 gelten, werde das DRK die Flüchtlingsarbeit in der Stadt dezentral fortsetzen. Hingegen wurden die Verträge zwischen dem Land und anderen Dienstleistern, wie Catering, Bewachung und Hausärzten, nach Auskunft des Landesamtes für Ausländerangelegenheiten, gekündigt.

Zum Beginn der Bauarbeiten an der Autobahn-Anschlussstelle Kiel-Mitte griffen Ministerpräsident Torsten Albig (SPD), Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD), Baudezernent Peter Todeskino (Grüne) und der Direktor des Landesbetriebs für Straßenbau und Verkehr, Torsten Conradt, zum Spaten.

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