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Kiel Kritik an Stadtbaurätin Doris Grondke
Kiel Kritik an Stadtbaurätin Doris Grondke
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20:22 25.01.2018
Von Alev Doğan
Kiels Stadtbaurätin Doris Grondke hatte einen schweren Stand auf dem DGB-Jahresempfang. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Beim Jahresempfang des Deutschen Gewerkschaftsbunds Kiel Region am Donnerstag war der Themenschwerpunkt Wohnen, als Ehrengast war Doris Grondke eingeladen.

Kritik wegen "Marthas Insel"

Grondke berichtete, dass Wohnbauprojekte nun 30 Prozent geförderten Wohnraum ausweisen müssten („sozial geförderter Wohnbau ist hier sträflich vernachlässigt worden“), gab Einblicke in ihren Job, den sie seit etwas mehr als einem halben Jahr ausübt. Dann ein Zwischenruf: „Die Menschen werden aus ihrer Stadt vertrieben, und Sie tun überhaupt nichts dagegen und helfen bloß den Investoren, weiter Geld zu scheffeln!“ Es ging ihm um „Marthas Insel“: Hier will die Big-Bau-Unternehmensgruppe rund 300 neue Wohneinheiten bauen. Anwohner kritisieren unter anderem, dass kein geförderter Wohnraum vorgesehen ist. Der Bebauungsplan geht auf eine Zeit lange vor Grondkes Amtsbeginn zurück.

Doris Grondke verhandelt weiter

„Das ist nicht mein Niveau“, sagte Grondke, „dann muss ich den Raum verlassen, darauf habe ich keine Lust.“ Doch nachdem die von der Stadtbaurätin geforderte „Versachlichung“ zurückkehrte, konnte Grondke just zu „Marthas Insel“ Neuigkeiten verkünden: „Ich habe heute noch mit dem Investor geredet. Er hat sich bereiterklärt, sein Konzept noch einmal zu prüfen. Ich verhandle intensiv weiter.“ 30 Prozent Sozialbau würden eher nicht herausspringen, aber vielleicht etwas.

„In Gewerkschaften werden Interessen klar und pointiert artikuliert, doch letztendlich setzen sich bei uns Vernunft und Verstand durch“, sagte DGB-Regionsgeschäftsführer Frank Hornschu. „Sie persönlich können für die Versäumnisse der vergangenen Jahre nichts, aber Sie können die Stimmung aus dem Gewerkschaftshaus mitnehmen.“

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