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Kiel Günther startet Plakataktion in Kiel
Kiel Günther startet Plakataktion in Kiel
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18:30 29.08.2019
Von Michael Kluth
Ärmel aufkrempeln für den Tag der Deutschen Einheit: Daniel Günther (46) startet die Plakataktion, die Lust auf das Bürgerfest in Kiel machen soll. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

1500 Plakate werden von Freitag an in ganz Schleswig-Holstein, in Hamburg, dem nördlichen Niedersachsen und dem westlichen Mecklenburg hängen. In Kiel kommen Anzeigen auf digitalen LED-Wänden hinzu.

"Freut Ihr Euch schon?", steht auf den ersten Hinweisplakaten am Barkauer Kreuz in Kiel. Er habe große Lust auf die Feier in der Landeshauptstadt, sagte Günther. Sie solle zwei Tage lang "ein echtes Bürgerfest" werden. Mit den Plakaten solle allerorten Vorfreude geweckt werden.

Das Festmotto „Mut verbindet“ passe perfekt, sagte Günther. Es schlage den Bogen von der friedlichen Revolution in der DDR zu den Herausforderungen unserer Zeit.

Unentgeltlich aus Hamburg nach Kiel

Nicht nur wie berichtet aus Schleswig-Holstein, sondern auch aus Hamburg sollen Menschen am 3. Oktober 2019 unentgeltlich mit dem Zug nach Kiel kommen können. Günther enthüllte, dass Verhandlungen mit dem Hamburger Verkehrsverbund (HVV) kurz vor dem Abschluss stünden. Möglicherweise könnten sogar Fernbusse einbezogen werden. Die KVG-Busse in Kiel werden an dem Tag ohnehin unentgeltlich fahren.

Schleswig-Holstein richtet in diesem Jahr den Tag der Deutschen Einheit aus, weil Ministerpräsident Günther derzeit turnusgemäß Präsident des Bundesrats ist. Das Fest findet zum zweiten Mal im nördlichsten Bundesland statt. 2006 war der damalige Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) Bundesratspräsident gewesen. Schauplatz war damals ebenfalls die Landeshauptstadt Kiel.

Festakt in der Kieler Sparkassen-Arena

Der offizielle Festakt mit allen Verfassungsorganen wird am Vormittag des Feiertags am 3. Oktober, einem Donnerstag, in der Sparkassen-Arena über die Bühne gehen. Die ständigen Verfassungsorgane sind: Bundespräsident, Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung und Bundesverfassungsgericht.

"Familienfoto" an der Kieler Museumsbrücke

Das offizielle "Familienfoto" mit allen Akteuren soll danach an der Museumsbrücke des Schifffahrtsmuseums gemacht werden, der alten Fischhalle am Wall, vor der Kulisse historischer Schiffe. Die dort liegenden, etwas schmucklosen historischen Kieler Schiffe müssen allerdings weichen, der Bund bringt andere Traditionsschiffe mit.

Kreuzfahrtschiff muss ans Kieler Ostufer ausweichen

Weichen muss auch das Kreuzfahrtschiff „Aidabella“. Sein Anlauf in Kiel am 3. Oktober wird in den Ostuferhafen verlegt. Grund: Am Ostseekai werden andere große Schiffe liegen.

Das Patenschiff des Landes, die Fregatte „Schleswig-Holstein“, soll dort zur Besichtigung geöffnet werden. Die 139 Meter lange „Schleswig-Holstein“ ist bereits in der Ostsee und wird am Wochenende einen Besuch im Kieler Marinestützpunkt absolvieren. Auch die Forschungsschiffe „Alkor“ und „Littorina“ werden zu sehen sein. Besuche von Einheiten der Schifffahrtsverwaltung, der Bundespolizei und des Zolls sind ebenfalls auf der Liste.

Stadt Kiel präsentiert sich am Rathaus

Weiter nördlich an der Kiellinie werden die Bundesländer und die Verfassungsorgane sich präsentieren, unterbrochen von Musikbühnen und Kulturplätzen. Die Landeshauptstadt Kiel baut sich auf dem Rathausplatz auf, auf dessen Bühne der Radiosender RSH das Musikprogramm organisiert. Entlang der Fleethörn wollen Sicherheitsorgane wie Polizei und Feuerwehr über sich informieren.

Einheitsbuddeln

"Einheitsbuddeln" ist ein voller Erfolg

Schleswig-Holstein will das „Einheitsbuddeln“ als Tradition zum Tag der Deutschen Einheit begründen. Sinn und Zweck beschreibt Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) so: „Stell dir vor, am 3. Oktober würde jeder Mensch in Deutschland einen Baum pflanzen. 83 Millionen. Jedes Jahr. Ein neuer Wald. Für das Klima. Für dich und deine Familie. Für unsere Zukunft. Lass uns zusammen diese Tradition ins Leben rufen!“

Die Premiere der Pflanzaktion ist schon jetzt bundesweit ein voller Erfolg. Das zunächst anvisierte Etappenziel von 40.000 Bäumen ist längst erreicht. Der Biobauer und Natursponsor Günther Fielmann verdoppelt die Zahl der Bäume. Wer nicht selber pflanzt, kann spenden, an Pflanzpartys teilnehmen oder sie organisieren – oder wenigstens die frohe Kunde verbreiten. Mehr dazu hier.

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