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Kiel Judas ergreift das Wort
Kiel Judas ergreift das Wort
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07:00 20.04.2015
Frederik Götz in der Rolle des Judas: Ohne seinen Verrat wäre das Christentum keine Weltregion geworden.
Frederik Götz in der Rolle des Judas: Ohne seinen Verrat wäre das Christentum keine Weltregion geworden. Quelle: kn-online
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Kiel

Ein Mann sitzt da, mit Hut, Mantel und einer Gitarre. Ein Straßenkünstlerm könnt er sein. Plötzlich beginnt er zu erzählen, eine Geschichte von sich, ganz unaufwändig zunächst. Doch bald stellt sich heraus, dass dieser Mann nicht irgendwer und die Geschichte nicht irgendeine ist: Wer hier ganz locker und in Alltagssprache mit dem Publikum spricht, ist der Urvater aller Verräter: Judas Ischariot.

Er ist ein Mann, der jahrhundertelang von jedem geschmäht wurde. Doch wäre ohne diesen Menschen und ohne seinen Judaskuss das Christentum nie zu einer der großen Weltreligionen geworden.

Es gibt in jedem Zeitalter Spekulationen über Judas und seine Motive. Nach 2000 Jahren ist es an der Zeit, dass Judas nun selber spricht, einen letzten Versuch macht, seine Tat wieder auf ein menschliches Maß zurück zu bringen und sein Publikum dahin zu führen, wo es lieber nicht sein möchte: zu dem Judas in sich selbst.

Eine Vorstellung in der Veranstaltungsserie „Reihe 17“. Regie Jimena Echeverri-Ramírez, Bühne Maria Rehwagen, Kostüme Sarah-Sofie Knaus, Monolog Frederik Götz.

20.04.2015, 20 Uhr: Schauspielhaus, Holtenauer Straße 103, Kiel. Eintritt 11,40 Euro. Karten Tel. 0431/901-901 (Restkarten).