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Kiel Forscher untersuchen Wracks von 1914
Kiel Forscher untersuchen Wracks von 1914
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08:00 26.08.2017
Von Kristiane Backheuer
Der Unterwasserarchäologe Dr. Florian Huber nimmt am hölzernen Kiel der „Ariadne“ Proben. Dieser sollte den darunter liegenden normalen Metallkiel vor Bodenkontakt schützen. Bekannt war dieser Schiffsaufbau bisher nicht. Quelle: christian howe
Kiel/Helgoland

Vier Wochen nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs lieferten sich die britische Royal Navy und die deutsche Kaiserliche Marine einen verheerenden Kampf auf dem Meer. Vier deutsche Schiffe wurden versenkt, 723 deutsche Marinesoldaten kamen ums Leben. Die Wracks liegen noch heute auf dem Grund der Nordsee. Dank eines interdisziplinär angelegten archäologischen Projekts gab es jetzt die erste wissenschaftliche Expedition zu den Untergangsstellen.

Zeugen des Ersten Weltkriegs

„Diese Schiffe sind wie eine Zeitkapsel. Sie können uns viel über den Verlauf des Gefechts und die damalige Zeit erzählen“, sagt Dr. Florian Huber. Der 41-jährige Unterwasserarchäologe hat die Leitung der Expedition übernommen und ist gerade erst wieder in Kiel angekommen. Ein Jahr lang hatten er und seine Partner die Erforschung der Wracks in bis zu 43 Metern Tiefe vorbereitet. Es wurden Gelder beantragt und Genehmigungen geholt, in Museen und Archiven wurde geforscht. Schnell holten die Kieler unter anderem auch den Deutschen Marinebund, das Museum Helgoland, das Maritime Museum Hamburg, die Kieler Uni, die Jacobs University Bremen sowie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie mit ins Boot. „Diese Wracks des Ersten Weltkriegs sind eine bedeutende historische Quelle“, so der Wissenschaftler Huber. „Es gibt keine deutschen Schiffe mehr aus dieser Zeit. Auch nicht im Museum.“

Ausstellung zum Seegefecht im Museum Helgoland geplant

Erforscht wurde jetzt zunächst das Schiff „Ariadne“, das rund 30 Kilometer westlich vor Helgoland liegt. Im nächsten Jahr sollen die anderen Schiffe folgen. Im Museum auf Helgoland ist eine Ausstellung zum Seegefecht geplant. Auch ein Buch können sich die Kieler Forschungstaucher vorstellen. „Es ist schon krass, wie schnell in Kriegszeiten aus Freunden Feinde werden. Wir wissen, dass die Engländer im Juni 1914 noch die Kieler Woche besucht haben“, so Huber und fügt kopfschüttelnd hinzu: „Damals trank man Bier zusammen, vier Wochen später haut man sich eins auf die Mütze.“

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