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Kiel Kiel: Vorstoß gegen "Elterntaxis"
Kiel Kiel: Vorstoß gegen "Elterntaxis"
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13:29 20.08.2018
Von Jürgen Küppers
Foto: Auto stehen lassen und zu Fuß zur Schule gehen: Das empfiehlt die Landesverkehrswacht.
Auto stehen lassen und zu Fuß zur Schule gehen: Das empfiehlt die Landesverkehrswacht. Quelle: Jens-Ulrich Koch
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Kiel

"Ich bin eine absolute Verfechterin einer solchen "Bannkreises", erklärt Verkehrswacht-Vizepräsidentin Elisabeth Pier auf Nachfrage. Denn das Chaos, das vor allem in den ersten Wochen nach den Einschulungen vor Grundschulen immer wieder zu beobachten sei, gefährde nicht nur den Verkehr in den verstopften Straßen, sondern auch die Kinder auf ihren letzten Metern bis zur Schule. Außerdem tue ihnen etwas Bewegung und frische Luft vor dem Unterrichtsbeginn gut, sagt Pier, die auch schulpolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion in Kiel ist.

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Noch gibt es keine konkreten Schritte zur Umsetzung in Kiel

Den Vorschlag einer solchen, von "Elterntaxis" befreiten Zone um Schulen herum habe sie bereits mit Kiels Bildungsdezernentin Renate Treutel besprochen. "Sie zeigte sich zwar im Grundsatz dazu sehr aufgeschlossen, konkrete Schritte zur Umsetzung gab es bislang aber noch keine." Deshalb werde die Verkehrswacht dazu in Kürze noch einmal das Gespräch mit der Dezernentin suchen.

Stadtsprecher verweist auf Straßenverkehrsordnung

Renate Treutel weilte vergangene Woche noch im Urlaub, konnte deshalb ihre Einschätzung des Vorschlages noch nicht erläutern. Ein Sprecher der Stadt zeigte sich auf Nachfrage jedoch skeptisch in Bezug auf eine Umsetzung. Eine Art Bannmeile für "Elterntaxis" sei nach den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung gar nicht möglich, betonte Arne Gloy. Daher gebe es auch seitens der Stadt keine Planung einer Umsetzung des Vorschlages der Verkehrswacht.

In Kiel sind diese Woche verstärkte Kontrollen geplant

Trotzdem ist der Stadt das Problem bewusst – und sie will auch in diesem Jahr dem chaotischen Treiben vor den Schulen nicht tatenlos zusehen. An den Einschulungstagen dieser Woche sei nicht nur die Polizei, sondern auch die Verkehrsüberwachung des Bürger- und Ordnungsamtes verstärkt im Einsatz – insbesondere in den Stadtteilen Mettenhof, Russee/Hassee, Wik sowie Projensdorf/Suchsdorf. Gloy: "Vor diversen Schulen könnte es also neben Ermahnungen auch beispielsweise Strafzettel für illegales Halten oder Parken geben."

Polizei gibt Tipps für Eltern auf dem Schulweg

  • Vor Kindergärten, Schulen und Wohngebieten sollte langsam gefahren werden - auch wenn keine Kinder zu sehen sind.
  • Wer "nur eben mal schnell" sein Kind am Fahrbahnrand aussteigen lassen will und dabei im Halteverbot steht, schafft ein Sichthindernis für Kinder.
  • Zwischen abgestellten Fahrzeugen können Kinder plötzlich die Fahrbahn betreten. Hier sollte besonders vorsichtig gefahren werden.
  • Mit den Kindern sollte das richtige Verhalten im Straßenverkehr geübt werden.
  • Eltern sollten durch ihr eigenes Verhalten ein Vorbild für andere Verkehrsteilnehmer und Kinder sein.
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