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Kiel Politik zufrieden, City-Kaufleute nicht
Kiel Politik zufrieden, City-Kaufleute nicht
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12:00 04.06.2019
Von Niklas Wieczorek
Decathlon dürfte bald im Plaza-Zentrum, das in Rewe-Center umbenannt wird, Einzug halten. Quelle: Roland Weihrauch/dpa
Kiel

Aus der Politik gibt es Stimmen, die Decathlon "willkommen in Kiel" (CDU) heißen, von "doppeltem Nutzen für die Stadt" (SSW) sprechen und insgesamt einen "Erfolg für die Einzelhandelsentwicklung in Kiel" (Kooperation) sehen. Jene Einzelhändler widersprechen deutlich: "Glücklich sind wir nicht", sagt Buchhändler Wolfgang Erichsen.

Uwe König vom Förderkreis Kieler Altstadt beklagt sich, dass im jetzigen Plaza-Zentrum überhaupt eine Ansiedlung mit Ware, die für die Innenstadt bewahrt werden sollte, genehmigt werden konnte. Das schwäche das neue Einzelhandelskonzept, das derzeit erarbeitet wird. Die zweite Decathlon-Filiale in der Innenstadt mache das zumindest erträglicher: "Wir müssen damit leben – der Innenstadt-Laden erleichtert das", sagt König.

Decathlon-Standorte und Sportgeschäfte in Kiel

Passiert mehr in der Innenstadt?

Erichsen frustriert, dass mit dem politischen Kompromiss vorher erstellte Rechtsgutachten ignoriert wurden. Zwar könne er das Handeln des Oberbürgermeisters verstehen, aber es würden Arbeitsplätze in der Innenstadt verloren gehen – was das Arbeitsplatz-Argument im künftigen Rewe-Center schwäche. Jan Christoph Kersig (Kersig Immobilien) sieht die Politik in der Pflicht, für die Innenstadt mit ähnlichem Augenmaß zu handeln. Kersig hätte sich "mehr Mut" gewünscht, auch den juristischen Konflikt zur Ansiedlung Decathlons durchzustehen. Andererseits habe die Verwaltung auch den politischen Auftrag gehabt, eine Lösung zu finden.

Entsprechend bewertet die Kommunalpolitik den Kompromiss: "Decathlon ist ein Gewinn für Kiel, und so hat das Rewe-Center eine echte Chance", sagt die einzelhandelspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Sigrid Schröter. Die baupolitischen Sprecher der Kooperation loben: "Der Kompromiss verlangt allen Seiten Zugeständnisse ab und ist insgesamt ein Erfolg für die Einzelhandelsentwicklung in Kiel." SSW-Fraktionsvorsitzender Marcel Schmidt freut sich, dass kein Entweder-Oder, sondern eine Kombination gefunden wurde.

Auch die KN-online-Leser bewerten den Kompromiss zumeist positiv: Lediglich die Absage an den Sonderposten-Händler "Action" sorgt für Bedauern.

Kompromiss gefunden!

Gepostet von Kieler Nachrichten am Montag, 3. Juni 2019

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