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Kiel Parteien uneins über Zukunftskonzept
Kiel Parteien uneins über Zukunftskonzept
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10:00 13.03.2019
Von Steffen Müller
Da die Rolltreppen am Holstentörn defekt sind, bleiben als einziger Zu- und Abgang ein Aufzug und eine Fußgängertreppe. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
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Kiel

Eine schnelle Einigung über einen Neubau scheint derzeit aber nicht in Sicht. Wunschvorstellung der Grünen ist nach wie vor ein Aufgang jenseits des Ziegelteiches unmittelbar vor dem Karstadt-Gebäude. Der Kooperationspartner FDP allerdings hält an seinen Plänen fest, ein neues Aufstiegsbauwerk am Holstenplatz zu errichten. "Es wird nicht einfach, sich auf ein neues Vorgehen zu einigen", fürchtet FDP-Fraktionschefin Christina Musculus-Stahnke. Auch die SPD favorisiert nach Angaben von Fraktionschefin Gesa Langfeldt die Holstenplatz-Variante.

Bestätigt sieht sich die CDU. "Wir haben schon im vergangenen Jahr auf das Problem hingewiesen, jetzt ist eingetreten, was wir befürchtet haben", sagt der baupolitische Sprecher Florian Weigel

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Situation für Geschäfte "nicht akzeptabel"

Einig sind sich die Parteien, dass der derzeitige Zustand so schnell wie möglich beseitigt werden muss. Und das ist Aufgabe der Stadt, die vertraglich verpflichtet ist, die Rolltreppen instandzuhalten. Das fordert auch Sophienhof-Centermanager Karsten Bärschneider. "Für uns als Mieter ist die Situation nicht akzeptabel. Jede Umleitung schadet dem Geschäft."

Auch Passanten ärgern sich über die Situation. "Das ist ekelhaft", sagt Elvira Nimptsch, die mit Ehemann Norbert im Holstentörn unterwegs ist. "Man sollte wenigstens die Treppe sauber machen, wenn die Rolltreppen nicht gehen." Dass der Aufgang bei regnerischem Wetter nass sein kann, sei verständlich, sagt Gatte Norbert. Nicht nachvollziehbar sei allerdings, dass sich auf den Treppen Kippen sammeln, Taschentücher herumliegen und sich auf einigen Stufen eine zentimeterdicke Schmutzschicht aus Moos und Erde gebildet hat.

Kritik an vielen Baustellen in der Stadt

Als Studentin der Stadt- und Regionalentwicklung befasst sich Jonna Kurz intensiv mit der Architektur in Kiel. "Für eine Innenstadt ist das ziemlich schwach. Kiel hat sowieso schon so viele Baustellen." Ihre Freundin Josephine Beeker ergänzt. "Einladend ist das nicht." Trotzdem bleibe der Sophienhof von den Geschäften her ihre erste Anlaufstelle.

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