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Kiel BUND macht mobil gegen „Tierfabriken“
Kiel BUND macht mobil gegen „Tierfabriken“
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18:39 09.01.2017
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Verkleidete Aktivisten von BUND und BUND-Jugend protestierten gegen die industrielle Intensivtierhaltung. Quelle: Anne-Lena Cordts
Kiel

Die Teilnehmer forderten mit ihrem Protest eine Abkehr von industrieller Intensivtierhaltung, Gentechnik und „rücksichtslosen Ertragssteigerungen auf dem Rücken von Menschen, Tieren und Umwelt“. Für den 21. Januar rufen der BUND und die BUND-Jugend zur Teilnahme an der „Wir haben es satt!“-Demonstration in Berlin auf.

„Die Art und Weise, wie wir unsere Nahrung heutzutage erzeugen, ist zugegeben höchst effizient. Dies ist aber nur eine Seite der Medaille. Für unsere billigen Lebensmittel zahlen wir einen hohen Preis: ausgebeutete Erzeuger, mit Nitrat verseuchte Gewässer, ein völlig ungebremstes Artensterben und jede Menge Tierleid in den Ställen, um nur einige Beispiele zu nennen“, erläutert BUND-Naturschutzreferent Tobias Langguth. „Schon jetzt zeichnet sich weltweit ab, dass diese hohen Erträge, die der Natur mit technischem Höchstaufwand entrissen werden, nicht mehr lange zu halten sein werden. Die Böden sind ausgelaugt, die Ökosysteme fast irreparabel beschädigt – wenn wir den Trecker jetzt nicht Richtung Agrarökologie herumreißen, dann ist es bald zu spät“, so Langguth weiter.

Jährlich findet parallel zur Grünen Woche in Berlin die Demonstration „Wir haben es satt!“ statt. Erstmals wurde dieses Jahr auch in Kiel mit der gestrigen Kundgebung nach Auffassung des BUND ein Zeichen für fairen Handel und nachhaltige Landwirtschaft gesetzt. „Die aktuelle Marschrichtung in der Landwirtschaft ist immer noch ‚wachse oder weiche‘“, sagt Julian Doms vom BUND-Landesverband Schleswig-Holstein. „Das Ergebnis sind nur Verlierer: Die Landwirte durch niedrige Preise und Betriebsschließungen, die Natur durch das fortschreitende Artensterben und die Nutztiere durch nicht artgerechte Haltungsbedingungen und Zuchtziele. Das wollen wir als Verbraucher nicht mehr länger unterstützen“, so Doms weiter. „Wir brauchen jetzt eine Agrarwende. Wir fordern deshalb von der Landes- und Bundesregierung eine Beendigung der umweltschädlichen Direktzahlungen und einen Umstieg auf ein System, welches öffentliche Gelder nur für öffentliche Leistungen bereitstellt und nachhaltig wirtschaftende Betriebe langfristig am Leben erhält.“

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