Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Kiel Keine Zustimmung für Putsch-Versuch
Kiel Keine Zustimmung für Putsch-Versuch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:49 17.07.2016
Von Martin Geist
400 bis 500 türkischstämmige Kieler haben Sonntagabend demonstriert, um „gegen die Putschisten und Intriganten Nein zu sagen.“ So formulierte es Abdurrahman Latifoglu bei der Auftaktkundgebung auf dem Vinetaplatz in Gaarden. Quelle: Frank Peter
Kiel

Latifoglu, in Diensten des türkischen Staates als Imam der Moschee „Ulu Camii“ beschäftigt, hob ausdrücklich hervor, dass er „als Privatperson“ spreche. Man demonstriere nicht für eine politische Partei und nicht für Staatschef Erdogan, sagte der Geistliche. Auch gehe es nicht darum, zu teilen und zu spalten, sondern im Gegenteil einig für die türkische Demokratie einzutreten. Latifoglu bekundete seine Trauer um die Opfer des versuchten Umsturzes und betete für deren Seelen. Danach sang die Menge die türkische Nationalhymne und skandierte wiederholt: „Gott ist groß.“

Bereits am Samstagabend hatte es in Gaarden eine spontane, allerdings deutlich schwächer besuchte Kundgebung gegeben. Aufgerufen hatte wie auch am Tag darauf der 17-jährige Ömeri Faruk Akkuoyunla. „Mit Parteien habe nichts zu tun“, versicherte der Auszubildende. „Es geht um Solidarität, wir wollen einfach zeigen, dass wir hinter unserem Land stehen.“Im Anschluss an die Kundgebung bewegte sich der Demonstrationszug zum Kieler Hauptbahnhof.

Die Zeiten sind merkwürdig schnelllebig. Erst wurden die Flüchtlinge freudigen Herzens begrüßt, dann kippte die willkommenskulturelle Offenheit in Krisenstimmung. Und jetzt breitet sich gleich wieder die Furcht vor einer neuen Krise aus.

Martin Geist 17.07.2016

Der Verein „Alte Mu Impuls-Werk“ feierte am Sonnabend sein einjähriges Bestehen mit einem Sommerfest, das sehr gut besucht war.

Volker Rebehn 17.07.2016
Kiel Weltmeisterschaft in Kiel Beste Bumerangsportler werfen sich warm

Die Bumerang-WM startet kommendes Wochenende in Kiel. Einige der besten Werfer der Szene bringen sich bei einem Turnier am Schaalsee in Form, darunter auch Sportler aus Australien. Als Top-Favoriten auf die Titel gelten aber andere.

Deutsche Presse-Agentur dpa 17.07.2016