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Kiel Der Großmeister der Winzigkeiten ist 80
Kiel Der Großmeister der Winzigkeiten ist 80
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11:00 13.04.2019
Von Martin Geist
Dieser Lindenbaum auf dem Uni-Campus spielte die Hauptrolle im jüngsten großen Film von Prof. Urs Wyss, der heute seinen 80. Geburtstag feiert. Ob sich in den zart sprießenden Blättern des Baumes schon Eier der Lindenzierlaus befinden, kann auch der Fachmann nicht mit bloßem Auge erkennen. Quelle: Martin Geist
Kiel

Der pensionierte Professor, der es durch Bio-Reißer wie den „Mord im Apfelbaum“ zu weitreichender Bekanntheit gebracht hat, widmet seine Energie lieber den unsichtbaren Dramen und Tragödien, die sich direkt vor unseren Haustüren abspielen. Und lässt dabei auch die Ästhetik der Natur nicht zu kurz kommen.

Der Lindenbaum steht im Mittelpunkt

Nur wenige Schritte vom Kieler Uni-Hochhaus entfernt steht ein Lindenbaum, der eigentlich ein Filmstar ist. Der Baum und die Lebewesen, die sich in ihm tummeln, stehen im Mittelpunkt des jüngsten großen Wyss-Films, der 2018 im Kino der Pumpe Premiere hatte. Wie immer, wenn der Phytopathologe Regie führt, faszinieren auch in dieser Arbeit die grandiosen Farben und Formen der Kleinstlebewesen – und deren perfide Strategien im Überlebenskampf.

"Mord im Apfelbaum" ist ein Klassiker

Längst ein Klassiker ist der „Mord im Apfelbaum“ aus dem Jahr 2009. Die Hauptdarsteller: Spinnen, Raubwanzen, Schlupfwespen, Marienkäfer, Schwebfliegen und allerlei andere hungrige Mini-Monster, die nichts anderes im Sinn haben, als Blattläusen und anderen bedauernswerten Geschöpfen nach dem Leben zu trachten.

"Die Filmerei hält mich aktiv"

„Die Filmerei hält mich aktiv“, sagt Urs Wyss, dessen Arbeitstage kaum weniger voll sind als zu aktiven Professoren-Zeiten. Nur eben mit dem Unterschied, dass er sich frei von bürokratischen Pflichten umso ausgiebiger seinen Dokumentationen widmen kann. Ideen hat er auch im neunten Jahrzehnt seines Lebens noch genug. Aktuell ist er damit beschäftigt, bislang ungewürdigte Kostbarkeiten aus seinem mehr als umfangreichen Archiv herauszufischen. Und dann schwebt ihm noch ein konkretes Projekt vor: Angelehnt an die erfolgreiche Naturdoku von Jan Haft über „Die Wiese“ will sich auch Wyss dieses Biotops annehmen – natürlich mit konsequentem Blick auf dessen winzigste Bewohner.

In der Reihe „NaturNah“ sendet das NDR-Fernsehen am 16. April um 18.15 Uhr unter dem Titel „Der alte Mann und die Linde“ ein halbstündiges Portrait von Urs Wyss.

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