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Kiel Klare Lösung für Radverkehr gefordert
Kiel Klare Lösung für Radverkehr gefordert
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08:00 12.10.2018
Von Oliver Stenzel
In der Beselerallee können Radler derzeit wählen, ob sie auf dem alten Radweg oder der Straße fahren. Quelle: Oliver Stenzel
Kiel

Die Förderung des Radverkehrs gehört zu den Kernpunkten des städtischen Mobilitätskonzepts. Tendenziell werden die Zeiten für Pedalisten damit immer besser – so dürfen sie auf Teilen der Holtenauer Straße nicht mehr nur auf dem schmalen Radweg, sondern auch gewissermaßen gleichberechtigt mit den Autos auf der Fahrbahn fahren. „Aber diese Regelung ist nicht hinreichend ausgeschildert“, befindet Friederike Wenk (SPD) am Mittwoch auf der Sitzung des Ortsbeirats Ravensberg/Brunswik/Düsternbrook. Der Effekt: „Als Radfahrer wird man von den Autofahrern regelmäßig angehupt und beschimpft, wenn man auf der Fahrbahn fährt.“

Dialog mit den Besuchern

Der Tagesordnungspunkt „Radverkehr in der Landeshautstadt Kiel“ entwickelte sich auf der im Dialog mit den Besuchern geführten Sitzung rasch zum beherrschenden Thema des ganzen Abends. Insbesondere das Nebeneinander von ehemaligen, aber nicht mehr benutzungspflichtigen Radwegen und das heikle Verhältnis von Rad- und Autofahrern auf der neuerdings geteilten Fahrbahn sorgte dabei für Diskussionsstoff. Die dabei aufgekommene Idee, die Radlerroute auf der Holtenauer durch einen Markierungsstrich zu kennzeichnen, stellte der Ortsbeirats-Vorsitzende Benjamin Walczak (SPD) infrage: „Denn genau genommen ist es ja kein Radweg, sondern eine Radspur.“ Nichtsdestotrotz bekräftigten die Mitglieder ihren bereits mehrfach an die Verwaltung weitergeleiteten Wunsch, die neue Regelung auf der Holtenauer deutlicher zu kennzeichnen. Die ließe sich auch dadurch unterstreichen, dass man alten Radwege beseitige und damit zugleich die Bürgersteige aufwerte, schlug Alexander Blažek (CDU) vor. Vor einer Entscheidung über die Rückkehr der Stadtbahn auf die Holtenauer Straße dürfte mit einer solchen Maßnahme allerdings nicht zu rechnen sein.

Radweg nicht benutzungspflichtig

Auf der Beselerallee stellt sich die Lage ähnlich dar. Insbesondere an den Kreuzungen zur Holtenauer und zum Knooper Weg entsteht für Verkehrsteilnehmer aller Antriebsarten leicht der Eindruck, der Radfahrer müsse hier auf dem Radweg fahren, der tatsächlich aber ebenfalls nicht mehr benutzungspflichtig ist. Wählt er ihn trotzdem, ist erhöhte Vorsicht geboten, denn durch ein Café und einen Obst- und Gemüseladen ist hier mit erhöhtem Fußgängeraufkommen zu rechnen. Wählt er die Straße, besteht wiederum die Gefahr, mit „uninformierten“ Autofahrern in Konflikt zu geraten. Will er allerdings von der Beselerallee links auf den Knooper Weg einbiegen, bleibt ihm gar nicht anderes übrig als die Benutzung der Fahrbahn. Doch erst direkt an der Kreuzung selbst weist darauf ein kleiner Abbiegestreifen für Radfahrer hin, dass sie hier berechtigt fahren.

Ärger auch auf der Veloroute

Doch nicht nur Rad- und Autofahrer haben es miteinander nicht leicht. Auf der eigentlich den Radfahrern zugedachten Veloroute 10 träfen diese vermehrt auf Fußgänger, berichtete ein Bürger zu Beginn der Ortsbeirats-Sitzung. Die reagierten auf die Klingel der Biker oftmals ignorant, häufig aber auch aggressiv, sodass der Radverkehr hier derzeit nicht wie geplant schneller, sondern langsamer vorankomme. Im Bestreben, all diese Problemfelder zu entschärfen, will der Ortsbeirat die Verwaltung nun auffordern, für bessere Transparenz im Hinblick auf die Verkehrssituation für Radfahrer zu sorgen.

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