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Kiel Seehafen Kiel baut neuen Anleger
Kiel Seehafen Kiel baut neuen Anleger
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06:00 28.05.2019
Von Frank Behling
Der alte Holzsteg am Sartorikai wurde zersägt und mit einem Ponton zur Verwertung abtransportiert. Quelle: Frank Behling
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Kiel

Die stadteigene Hafengesellschaft ist eigentlich für große, massive Hafenbauwerke wie Kreuzfahrtterminals zuständig. Der Seehafen kann aber auch "klein und filigran" arbeiten.

„Der alte Holzsteg gehörte zum Sartorikai und ist damit im Zuständigkeitsbereich des Seehafens“, erklärt Seehafen-Sprecher Jahnke. Der Steg war durch Witterung und Bohrmuscheln angegriffen. Bevor Wind und Wellen das Bauwerk schädigen, ließ der Seehafen den etwa 40 Jahre alten Holzsteg jetzt wegreißen und schufen Platz für den neuen Anleger. Das dort beheimatete Ausflugsschiff „Kieler Sprotte“ ist deshalb vorübergehend in die Schwentinemündung umgezogen.

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Seegarten-Brücke durch Sturmflut beschädigt

Die benachbarte Seegarten-Holzbrücke hatte es noch schlimmer erwischt als den Steg. Das Bauwerk war im Januar bei zwei Sturmfluten schwer beschädigt worden. Die Untersuchung ergab den Verlust eines Holzdalbens sowie Beschädigungen am Oberbau und dem Geländer. Die Brücke ist seitdem nur eingeschränkt nutzbar. Die innere Hälfte der Holzbrücke bis zum Anleger des Fahrgastschiffes „Stadt Kiel“ ist begehbar. Der äußere Bereich mit der Anlegestelle für die Hafenfähren der Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel ist dagegen aus Sicherheitsgründen gesperrt. Die Hafenfähren haben deshalb derzeit keine Möglichkeit zum Anlegen am Seegarten. Passagiere können nur an der Reventloubrücke oder am Bahnhof aussteigen.

Für den Unterhalt und die Instandsetzung ist das Tiefbauamt der Stadt Kiel zuständig. Anders als in der Abteilung Technik des Seehafens dauert es dort etwas länger. Bei der Stadt bestand im Februar die Hoffnung, die Brücke bis zur Kieler Woche wieder für den Fährverkehr freigeben zu können. Doch danach sieht es nicht mehr aus. Wie die städtische Pressestelle auf Anfrage mitteilt, werden gerade die Vorbereitungen für die Vergabe des Auftrags getroffen. In der nächste Woche beginne die Preisumfrage bei Fachfirmen für die Reparaturarbeiten an dem Fähranleger. Wie schnell dann die Arbeiten anlaufen können, hänge letztlich von den Firmen ab, hieß es.

Arbeiten am neuen Anleger weit fortgeschritten

Die Firma Ostseedienst hat derweil die Arbeiten an der neuen Anlegebrücke des Seehafens am Sartorikai abgeschlossen. Damit der neue Schwimmponton der Brücke auch sicher gehalten wird, wurden bis zu 18 Meter lange Stahlrohrdalben in den Hafengrund gerammt. „Wir brauchen hier etwas längere Dalben, da der Untergrund in dem oberen Bereich nicht so guten Halt bietet“, sagt Thomas Hardt, Abteilungsleiter Technik beim Seehafen Kiel. Er überwacht die Arbeiten und ist mit dem Baufortschritt zufrieden. „In den nächsten Tagen erwarten wir den Schwimmponton. Der kommt per Straßentransport aus Finnland“, so Hardt.

An der erneuerten Anlage sollen künftig zwei Schiffe liegen. An der Schwimmbrücke wird neben dem 1905 gebauten Fahrgastschiff „Kieler Sprotte“ auch die Barkasse „Sprott“ des Seehafens festmachen. Das Arbeits- und Bereisungsboot der Hafengesellschaft liegt bislang entweder im Ostuferhafen oder am Bollhörnkai. Mit dem neuen Anleger gibt es einen gemeinsamen Anleger in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Museums- und Traditionsschiffen „Bussard“, „Hindenburg“ und der „Hansekogge“.

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