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Kiel UKSH-Kinderklinik II setzt Roboter ein
Kiel UKSH-Kinderklinik II setzt Roboter ein
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18:28 14.07.2017
Von Christian Trutschel
Zora in rot und blau in den Armen von Stefanie Fimm, Leiterin der Physiotherapie und Physikalischen Therapie, und Klinikclown Dr. med. Wurst (Harald Roos), links: Michael Schütz, Vorstandsmitglied der Förderstiftung des UKSH und Kurator, rechts: UKSH-Chef Jens Scholz Quelle: eis - Thomas Eisenkraetzer
Kiel

Ein 59 Zentimeter großer, sprechender Roboter besucht in der Klinik für Kindermedizin II schon seit einigen Tagen kranke Kinder in ihren Patientenzimmern. Zora heißt er. Oder: sie. Es gibt eine rote Zora und eine blaue, und welche von beiden demnächst auch im UKSH Lübeck zum Einsatz kommen wird, ist noch nicht entschieden, wie  Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des UKSH, vor Vertretern von Presse, Radio und Fernsehen sagte.

"Die Digitalisierung bietet großartige Möglichkeiten für Innovationen in der Medizin. Ob robotergestützte OPs, Telemedizin, digitale Patientenakten oder dieses sehr spannende Zora-Projekt in der Kinderklinik - das UKSH möchte eine Vorreiterrolle einnehmen und gezielt hochmoderne Technik zum Wohl unserer Patienten einsetzen. Daher engagieren wir uns auch während der Digitalen Woche Kiel, um mit Experten und der Bevölkerung ins Gespräch über die Zukunft der Medizin zu kommen."

Hohe Datenschutzanforderungen

Zora soll bei Fitnessübungen motivieren, an die Einnahme von Medikamenten oder die Flüssigkeitsaufnahme erinnern, singen, tanzen und Geschichten erzählen. Und mit dem Klinikclown Dr. med. Wurst ein Team bilden. Programmiert wird Zora von der IT des UKSH. Der Roboter wird dann unauffällig mit einem Tablet-Computer aktiviert. Es gebe sehr hohe Datenschutzanforderungen, erklärte IT-Leiterin Uta Knöchel. Zora, mit einer Kamera ausgestattet, habe keine Verbindung zum Internet.

Scholz betonte, der Robotereinsatz habe mit Arbeitsplätzen nichts zu tun. "Zora ist Zora - kein Ersatz für irgendwen, sondern ein zusätzlicher Benefit für unsere Patienten." Auch Prof. Ulrich Stephani, UKSH-Vorstandsmitglied für Forschung und Lehre, betonte: "Wir haben einen Pflegenotstand, aber der Gedanke, mit Robotern menschliches Personal zu ersetzen, ist absurd. Ein Roboter kann programmiert werden, aber keine menschliche Zuwendung ersetzen."

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