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Kiel Schwimmfähigkeit erst in vier Monaten?
Kiel Schwimmfähigkeit erst in vier Monaten?
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06:00 22.02.2019
Von Frank Behling
Der Bugspriet des in Reparatur befindlichen Segelschulschiff der Deutschen Marine, der "Gorch Fock", schaut im Dock unter den Planen hervor. Quelle: Mohssen Assanimoghaddam
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Kiel

 Zunächst sollen, wie berichtet, etwa zehn Millionen Euro nur dafür investiert werden, das, was von der "Gorch Fock" übrig ist, in Bremerhaven wieder schwimmfähig zu machen. Am Heck müssen die Arbeiten an dem Stevenrohr, der Welle und dem Rumpf beendet werden. Außerdem soll der Schiffsmotor wieder eingesetzt werden. In einem nächsten Schritt muss dann das 89 Meter lange Schiff getrimmt, also ausbalanciert, werden. Darüber hinaus hat die Werft Bredo in Bremerhaven auch noch Außenstände beim Generalunternehmer aus Elsfleth.

Schwimmfähigkeit: Dafür muss der Zahlungsstopp aufgehoben werden

Für eine Abdichtung des Rumpfes und das Herstellen der Schwimmfähigkeit werden drei bis vier Monate kalkuliert. Voraussetzung ist, dass Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) den Zahlungsstopp aufhebt, hieß es. Wann das aber sein wird, stehe noch nicht fest.

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Auch ein Rückbau und eine Entsorgung des Schiffes ist mit wenig Aufwand möglich, da die „Gorch Fock“ nicht mehr im Wasser liegt. In Kiel wird zum Beispiel gerade in einem Dock ein altes Schwimmdock abgewrackt. Über ein Ende will aber bei der Marine niemand offen sprechen. Von der Leyen hatte am Mittwoch dem Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages persönlich einen Bericht zum Stand des Verfahrens und der internen Untersuchungen um die aus dem Ruder gelaufene Überholung des Schiffes gegeben.

Bartels will "Gorch Fock" oder neues Schiff

Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels (SPD), spricht sich für eine zügige Lösung aus. „Es muss jetzt dafür gesorgt werden, dass die Marine schnell ein Schiff bekommt. Entweder die ,Gorch Fock‘ oder ein neues Schiff. Diese Frage sollte unabhängig von der Untersuchung der Vorgänge auf der Werft zeitnah entschieden werden“, so der Wehrbeauftragte. Für die Ausbildung des seemännischen Nachwuchses der Marine sei ein Segelschulschiff unabdingbar.

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