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Kiel Ein neuer Ort für Koffeinfreunde
Kiel Ein neuer Ort für Koffeinfreunde
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10:00 08.01.2019
Von Oliver Stenzel
Einmal pro Woche röstet Marietta Hausmann im Kopiton, in dem sie  im Rahmen von Seminaren auch in die Kunst der bewussten Kaffeeschmeckens einführt. Quelle: Oliver Stenzel
Kiel

Einfach eintreten und einen Kaffee trinken, ist derzeit nicht möglich. „Kopiton“-Inhaber Viktor Gottschalk hat sein neuestes Projekt bewusst als mietbaren Veranstaltungsraum konzipiert, in dem er überdies den Kaffee für sein Café Hilda im Jägersberg und das ihm gegenüberliegende Restaurant Mamajun röstet. „Den Wunsch nach unserem eigenen Kaffee hatte ich eigentlich schon sehr lange“, berichtet der Gastronom, der in Berlin auch selbst entsprechende Kurse besuchte, das Rösten hier nun aber seiner Mitarbeiterin überlässt, die parallel im Hilda arbeitet und sich zuvor bereits im Café Bakelit in dieser Kunst verdient gemacht hat. „Wir möchten im ,Kopiton’ einen ehrlichen Kaffee herstellen, der für jedermann zugänglich ist“, betont Marietta Hausmann.

Betreiber setzt auf Bohnen mit Charakter

Viktor Gottschalk setzt bei der eigenen Linie auf Bohnen mit Charakter von kleinen Anbauern, die in der Brunswik schonend verarbeitet werden. Wie in der neuen Rösterszene üblich, möchte auch Marietta Hausmann deren Eigengeschmack bewahren und unterstreichen: „Aus diesem Grund verzichte ich auf sehr dunkle Röstungen, bei denen die den Bohnen eigenen Fruchtnoten zwangsläufig überdeckt werden.“ Auf extrem helle Röstungen verzichtet sie an der High-End-Maschine aus dem Hause Probat allerdings ebenso: „Auch wenn sie durchaus über ihre eigenen Reize verfügen, haben sie meiner Erfahrung nach zugleich das Zeug, selbst geübte Kaffee-Enthusiasten zu irritieren.“ Solche Statements belegen nicht zuletzt, dass das Kaffeetrinken mittlerweile zu einer Wissenschaft für sich geworden ist. Deshalb bietet Marietta Hausmann im „Kopiton“ nun eigene Schulungen wie Sensorik- und Zubereitungskurse an.

Raum für Feiern aller Art

Neben solchen Spezialveranstaltungen offeriert Viktor Gottschalk im „Kopiton“ zudem mit 30 Plätzen Raum für Feiern und Veranstaltungen aller Art, für die er beim Catering die Struktur des Hilda und des Mamajun nutzt.  Bleibt die Frage, ob sich hier nicht auch ein regulärer Café-Betrieb lohnen würde? „Wir fangen erst einmal klein an“, bekräftigt Gottschalk das aktuelle Konzept, will für die Zukunft aber auch nichts ausschließen. Bis Koffeinfreunde im „Kopiton“ vielleicht täglich einkehren können, bleibt ihnen die Freude, an Rösttagen beim Vorbeigehen tief durchzuatmen.

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