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Kiel Luftreinigungsgerät in Kiel aufgestellt
Kiel Luftreinigungsgerät in Kiel aufgestellt
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18:03 06.02.2019
Von Michael Kluth
Foto: Der erste Prototyp eines neuartigen Luftreinigungsgerätes zur Bekämpfung von Diesel-Abgasen ist am Mittwoch am Theodor-Heuss-Ring aufgestellt worden.
Der erste Prototyp eines neuartigen Luftreinigungsgerätes zur Bekämpfung von Diesel-Abgasen ist am Mittwoch am Theodor-Heuss-Ring aufgestellt worden. Quelle: Frank Peter
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Das mobile Gerät steht nur 40 Meter von der Messstation des Landesumweltministeriums entfernt, die seit 2012 Jahr für Jahr deutlich überhöhte Stickoxid-Werte ausweist.

Der Stadtluftreiniger, der Luft ansaugt und gereinigt wieder ausstößt, soll dort für einen ersten Praxistest zunächst nur eine bis zwei Wochen stehen. Dabei geht es noch gar nicht um die Wirksamkeit, sondern um praktische Probleme wie Lärm, Stromversorgung, Verkehrssicherheit und öffentliche Akzeptanz.

Gerät geht auf Wanderschaft

Der Prototyp wird dann in anderen Städten in Deutschland vorgestellt und in vier bis sechs Wochen nach Kiel zurückkehren - für einen mehrwöchigen Luftreinigungstest.

Der Kieler Oberbürgermeister Ulf Kämpfer betonte, dass der Test ergebnisoffen sei und die Technik ausdrücklich noch nicht im Maßnahmenpaket der Stadt zur Luftreinhaltung am Theodor-Heuss-Ring stehe. Es handle sich aber um eine seriöse technische Entwicklung und habe eine Chance verdient. Am Schluss werde das Umweltministerium des Landes entscheiden, ob die Geräte als eine Maßnahme mit in den Luftreinhalteplan für die Stadt Kiel kämen.

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Aktivisten sorgten für Protest

Zur Aufstellung des Stadtluftreinigers kamen auch nicht geladene Gäste: Drei Aktivisten vom Verkehrsclub Deutschland kritisierten, dass der 4,80 Meter lange, 2,40 Meter breite und 2,50 Meter hohe Container mitten auf dem Radweg stehe und Radfahrer auf den Fußweg umgeleitet würden. Wieder müssten Fußgänger und Radfahrer ausbaden, was durch Autos verursacht sei.

Stickoxidbelastung soll um zehn Prozent gesenkt werden

Geschäftsführer Robert Krüger von der Entwicklungsfirma Purevento aus Trittau (Kreis Stormarn) geht davon aus, nach erfolgreichem Test mit sechs Stadtluftreinigern die Stickoxidbelastung auf den fraglichen 190 Metern um etwa zehn Prozent reduzieren zu können.

Auch interessant: OB Ulf Kämpfer und Jürgen Resch (Umwelthilfe) im KN-Streitgespräch

Der erste Prototyp eines neuartigen Luftreinigungsgerätes zur Bekämpfung von Diesel-Abgasen ist am Mittwoch am Theodor-Heuss-Ring aufgestellt worden.
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