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Kiel "Smart City": Digitale Liebe für Kiel
Kiel "Smart City": Digitale Liebe für Kiel
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18:00 19.07.2019
Von Niklas Wieczorek
Ein smartes Kiel soll die Bürger vor allem entspannen, so die Überzeugung der Digitale-Woche-Veranstalter. Quelle: Maurizio Gambarini
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Kiel

"Was die Landeshauptstadt mit ihrem Chief Digital Officer Jonas Dageförde und der Digitalen Woche unter ,Smart City' versteht, ist, die digitalen Chancen zu nutzen, um eine Stadt lebens- und liebenswerter zu machen", sagt Digitale-Woche-Büroleiterin Kathrin Reinicke. Wichtig sei dabei, stets den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und das Digitale als Hilfsmittel zu nutzen – nicht umgekehrt.

Und so könnte das funktionieren: Will ein Kieler wissen, wie viel gerade im Hörnbad los ist, könnten Sensoren helfen, das Aufkommen zu erfassen – und der Bürger sieht in einer App, wie lohnenswert der Besuch im Schwimmbad für ihn ist. Oder so: Im öffentlichen Nahverkehr könnten die Daten der herannahenden Busse anzeigen, wie groß die Verspätung ist, aber auch, ob dort bereits ein Kinderwagen oder Rollstuhl steht, der den Einstieg erschweren könnte. Noch ein Beispiel? Die Schadstoffe in Kiel könnten erfasst werden und sich Folgen ergeben – wenn die Belastung am größten ist, gibt es kostenlose ÖPNV-Tickets.

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Smart City: Die Angebote kommen in Echtzeit

Alles größenwahnsinnige Visionen oder gedankliche Spinnereien? Nein, die Veranstaltungen auf der Digitalen Woche sollen zeigen, dass viele solcher Beispiele längst funktionieren. Und sie sollen Vorurteile abbauen. "Das passiert immer in Echtzeit und macht das Leben für den Bürger angenehmer", sagt Reinicke. Sie will auch damit dafür werben, dass nicht nur Profis die Smart-City-Angebote im Programm der Digitalen Woche besuchen – aber die natürlich auch.

So haben die Stadtwerke Kiel mit ihrem LoRaWAN-Netzwerk längst flächendeckend Sensoren in der Landeshauptstadt ausgerollt, mit denen auch private Firmen arbeiten können sollen. The Things Network heißt eine Initiative von Freiwilligen, welche die erhobenen Daten sicher zur Verfügung stellt und aufbereitet – und deren Vertreter auch zur Digitalen Woche kommen.

Sensorik: Ein Kieler Unternehmen ist gut im Geschäft

Ein enger Draht besteht bereits zum jungen Kieler Unternehmen Walter Tecyard, das beispielsweise in Kopenhagen über Sensoren das rechtzeitige Entleeren von Abwasserkanälen installiert hat, bevor diese bei extremen Regenschauern überlaufen. Generell teilt Reinicke die Smart-City-Thematik in vier Schwerpunkte ein: Mobilität, E-Government, Datenökonomie, wozu auch der sinnvolle Umgang mit der erfassten Sensorik zählt, sowie Bürgerbeteiligung – Letztere spiele aber eigentlich in jedem Themenbereich eine Rolle.

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