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Kiel Digitale Woche: Eröffnung mit Blick in die Zukunft
Kiel Digitale Woche: Eröffnung mit Blick in die Zukunft
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18:28 07.09.2019
Von Jürgen Küppers
Jonas Wrede, Junior-Entwickler bei Traser Software, erklärte bei der Eröffnung der "Erlebnis"-Kiellinie Nord wie er mithilfe einer Holobrille Landmaschinen repariert. Quelle: eis - Thomas Eisenkrätzer
Kiel

Die Stadt hatte aus der Not eine Tugend gemacht und das ab diesem Wochenende autofreie Areal vor dem Anleger Bellevue zur "Erlebnis-Kiellinie und damit zum ersten Mal zu einem Open-Air-Standort der Digitalen Woche erklärt. Bis zum 22. September sollen in der kleinen Budenstadt vor allem die Kieler Bürger im doppelten Sinn erfahren können, wie eine Mobilitätswende in Kiel aussehen könnte - und dies nicht nur in der Theorie.

So dürfen Besucher nicht nur mit dem fahrerlosen Elektrobus "Emil" kostenfrei eine rund 150 Meter lange Strecke hin und her pendeln, sondern auch Elektroller testen oder durch Virtual-Reality-Brillen in die Zukunft schauen. Und wandern dabei durch die Kopenhagener Innenstadt oder bestaunen einen Fördedampfer der Zukunft, der alles selber kann und keine Crew mehr braucht.

Reale und künstliche Welt vermischen sich

Noch weiter in die Zukunft kann Jannes Köhler mit seinen "Hololens"-Brillen schauen, die er am Stand seiner Firma "Traser" dem staunenden Publikum vorführt. Wer dort hindurch schaut, sieht keine rein künstliche Welt, sondern eine Mischung mit der der realen. Der innovative Zweck dabei: Techniker sehen bei der Reparatur von Landmaschinen den Motor real vor sich, gleichzeitig den eingeblendeten Plan, was sie wie an der Maschine reparieren sollen.

"Diese Technologie wird in ein paar Jahren auch in der normalen Kfz-Branche Standard sein", zeigte sich der Unternehmensgründer sicher, der für die von Microsoft produzierten Brillen (noch nicht auf dem Markt) in seinem Unternehmen die entsprechenden Apps entwickelt.

E-Pendelbusse auf dem Uni-Gelände könnten bald kommen

Einen Blick in die (mobile) Zukunft wagte auch OB Ulf Kämpfer als er nach der kurzen Anfahrt mit dem autonom fahrenden E-Bus die autofreie Erlebnismeile an der Kiellinie eröffnete. "Bis solche Busse auf Autobahnen 120 Stundenkilometer fahren wird sicher noch ein paar Jahrzehnte dauern, aber Pendelverkehr auf geraden Strecken vor allem im Bereich der Kieler Universität könnte ich mir schon bald sehr gut vorstellen."

Auch der für Digitales zuständige Minister Jan Philipp Albrecht wagte bei der Eröffnung eine Prognose: In näherer Zukunft müsse es vor allem darum gehen, im Internet schnell einen Überblick zu Verkehrsalternativen zum Auto zu erhalten. Möglichst mit exakten Daten zu Zeiten und Kosten. "Dazu muss schnelles Internet aber auch funktionieren - insbesondere auf dem Land. Daran arbeiten wir." 

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