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Kiel CDU entwirft Leitlinien zur Smart City
Kiel CDU entwirft Leitlinien zur Smart City
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09:00 10.05.2019
Von Michael Kluth
Die E-Akte ist Teil des CDU-Konzepts zur Smart City Kiel. Quelle: Sebastian Gollnow
Kiel

Die Fraktion hat sechs Leitlinien entwickelt, „durch die die Landeshauptstadt Kiel sich zu einer ,Smart City’ entwickeln kann“.

Die Leitlinien

Vertrauen und Sicherheit: Die Stadt Kiel soll sich auf Datenschutz und Datensicherheit verpflichten. Speicherung und Übertragung sollen „mit den höchsten Standards der Kryptografie“ verschlüsselt werden. Die Stadtverwaltung soll den Bürgern ein Transparenzportal zur Verfügung stellen, in dem sie den Umgang mit ihren Daten nachvollziehen können.

Transparenz, Offenheit und Bürgerbeteiligung: Dateien der öffentlichen Verwaltung sollen in einer Open-Data-Plattform frei zugänglich gemacht werden. In die Homepage und die App der Stadt Kiel soll ein „Mängelmelder“ integriert werden, in dem Bürger zum Beispiel auf Schlaglöcher, Schmierereien oder kaputte Parkbänke hinweisen können.

Nachhaltigkeit: LED-Laternen variieren die Straßenbeleuchtung nach Verkehrsaufkommen auf Fußweg, Radweg und Fahrbahn. Sensoren in den Müllbehältern der Stadt signalisieren die Füllhöhe. Über eine App sollen freie Parkplätze in der Stadt reserviert und bezahlt werden können. Vorbild ist hier die Partnerstadt San Francisco.

Innovation und Wirtschaftlichkeit: Die Verwaltung soll Dateien und Statistiken über Open Data auch jungen Unternehmen zur Verfügung stellen, die daraus neue Geschäftsmodelle entwickeln können. Die Stadt soll Veranstaltungen wie Barcamps, Studienwerkstätten und Hackathons organisieren, um mit offenen Daten kreative Ideen zu entwickeln. Sie soll die Digitale Woche weiterentwickeln und international ausbauen. Sie soll Coworking Spaces für Start-ups, Kreative und Freiberufler anbieten. Alle städtischen Flächen, auch Gewerbegebiete am Stadtrand, sollen mit Breitband-Internetzugang ausgestattet werden. Bis 2021 soll die Verwaltung E-Akten einführen.

Lebenslanges Lernen: Die Schulen sollen digital aufrüsten. Sie sollen zusätzlich zu Lehrkräften und Sozialarbeitern IT-Administratoren bekommen, die die Technik in Schuss halten. Für alle Kieler sollen Workshops, Kurse und Praktika zur Digitalisierung angeboten werden.

Intelligente Mobilität: Kiel soll eine Teststrecke für autonomes Fahren erhalten. Das Projekt „Captin Kiel“ an der Uni, das eine autonome Fördefähre entwickelt, soll verstärkt werden. Die autonome Straßenbahn aus China, die schienenlos und batteriebetrieben auf Gummirädern über Sensoren in der Fahrbahn geleitet wird, soll als großes Vorbild für Kiel dienen.

Zweite Veranstaltung am Dienstag

Für den achtseitigen Leitfaden stehen die jungen CDU-Ratsfrauen Yasmina Naumann und Constance Prange gerade. Sie bringen ihn auch in die öffentliche Veranstaltungsreihe „Digitales Kiel ein. Nach dem gut besuchten ersten Teil mit Grundsatzfragen startet der zweite Teil „Smart City – Digitale Stadt der Zukunft“ am kommenden Dienstag, 14. Mai, um 19 Uhr im Wissenschaftszentrum Kiel, Fraunhoferstraße 13. Der Eintritt ist frei.

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