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Kiel Drei Aufenthaltsverbote zur Kieler Woche
Kiel Drei Aufenthaltsverbote zur Kieler Woche
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08:26 18.06.2013
Von Günter Schellhase
Die Polizei wird zur Kieler Woche viel Präsenz zeigen, weil sie wegen der Ferienzeit viele Jugendliche erwartet, die möglicherweise hemmungslos feiern und trinken. Quelle: jkk (Archiv)
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Kiel

Die drei Kieler beraubten und verprügelten schon während der vergangenen Kieler Woche einige Besucher. Die beiden Jugendlichen und der Mann fielen auch in der Folgezeit immer wieder durch Gewalttaten auf. „Sie bekommen jetzt das Aufenthaltsverbot persönlich und schriftlich zugestellt. Wenn sie sich nicht daran halten, droht ihnen das Gewahrsam“, sagte Triphahn. Die Personen sind allen auf der Kieler Woche eingesetzten Beamten bekannt.

Die Polizisten haben sorgfältig geprüft, wen sie von der Festveranstaltung ausschließen wollen. Sie hatten zunächst mehrere Personen im Visier. Doch nach Absprache mit den Fachkommissariaten blieb es letztlich bei dem Feierverbot für die drei Kieler, das auch einer rechtlichen Überprüfung standhielt. Die Maßnahmen aus dem vergangenen Jahr haben offensichtlich Wirkung gezeigt: Die Polizei hatte 2012 gegen zehn Kieler Aufenthaltsverbote ausgesprochen.

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Generell gilt: Wer bei der Kieler Woche einen Streit anzettelt und raubt, schlägt oder tritt, muss mit einem Platzverweis rechnen, wenn er erwischt wird. Alle Störer kommen in die Platzverweisdatei und können, wenn sie wiederholt auffallen, auch ein Aufenthaltsverbot kassieren. Da die Polizei die Festfläche als einen gefährlichen Ort deklariert hat, können die Beamten Besucher einfacher kontrollieren und überprüfen.

Die Polizei wird viel Präsenz zeigen, weil sie wegen der Ferienzeit viele Jugendliche erwartet, die möglicherweise hemmungslos feiern und trinken. Erfahrene Beamte besetzen die vier mobilen Wachen an der Hörn, vor dem Bahnhof, am Eingang zur Kiellinie und an der Reventlouwiese. Unterstützt werden sie von Polizisten der Einsatzhundertschaft aus Eutin – besonders abends und an den Wochenenden.

Derzeit laufen die letzten Vorbereitungen: In dieser Woche werden die Polizisten in der Regionalleitstelle geschult und mit wichtigen Telefonnummern der Veranstalter und Sicherheitsdienste versorgt, damit sie nach Notrufen sofort die verantwortlichen Personen erreichen und die Polizisten zu den richtigen Abschnitten schicken können. „Die Leitstelle wird auch personell aufgestockt, damit die Kollegen das erhöhte Aufkommen bewältigen können“, sagte Triphahn.

Zusammen mit der Feuerwehr wird er zudem die Bühnen und Flächen kontrollieren, ob die Veranstalter alle vorab besprochenen Sicherheitsvorschriften eingehalten haben. Polizisten im Landeskriminalamt gucken, ob es vor, während oder nach den Auftritten von Prominenten zu Bedrohungssituationen kommen kann. Wie ein Sprecher mitteilte, werde die Kieler Woche als Ganzes aber nicht einer Gefährdungsanalyse unterzogen. Dafür hätte die Polizei keine Erkenntnisse möglicher Szenarien.