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Kiel Drei Millionen Besucher erwartet
Kiel Drei Millionen Besucher erwartet
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08:59 19.06.2019
Es werden drei Millionen Besucher für die Kieler Woche erwartet. (Symbolbild) Quelle: Julia Meyer/LH Kiel
Kiel

Segeln, Musik und jede Menge Party: Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt erwartet von diesem Freitag an wieder rund drei Millionen Gäste zur Kieler Woche. "Wir wünschen uns eine friedliche, nachhaltige, fröhliche, faszinierende und manchmal vielleicht auch ein bisschen verrückte 125. Kieler Woche", sagte Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) der Deutschen Presse-Agentur.

Möglicherweise kämen in diesem Jahr noch mehr Besucher, "denn eine unserer 125 Neuerungen lautet: Diese Kieler Woche findet ausschließlich bei Sonnenschein statt".

Soundcheck auf den Bühnen

Voll wird es voraussichtlich bereits am Freitag zum traditionellen Soundcheck auf den Bühnen. Die offizielle Eröffnung erfolgt am Samstagabend auf dem Rathausplatz mit Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD). Einen Tag später wird Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) den Weltwirtschaftlichen Preis entgegennehmen.

Einheitliches Pfandsystem

Zum Jubiläum setzt die Stadt auf Nachhaltigkeit. Neu sind ein einheitliches Pfandsystem an zahlreichen Bierständen, eine 100-prozentige Energieversorgung aus Windstrom und der Verzicht auf Trinkhalme aus Plastik.

Bis zum 30. Juni gehen bei den Segelregatten voraussichtlich rund 4000 Sportler aus 60 Nationen mit bis zu 1800 Booten an den Start. Zu den erwarteten Gästen des Sommerfestes gehören auch rund 2500 Marinesoldaten. Im Marinestützpunkt machen mehr als 35 Schiffe und Boote aus zwölf Nationen fest.

Internationaler Markt mit Leckereien aus 36 Staaten

Zudem stehen rund 2000 Einzelveranstaltungen auf dem Programm. Der Internationale Markt bietet Leckereien aus 36 Staaten. Mehrere Bühnen verwandeln die Stadt an den zehn Abenden in ein großes Open-Air-Festival. Angekündigt haben sich beispielsweise die Sänger Johannes Oerding, Michael Schulte und die Band Tokio Hotel.

Neues Sicherheitskonzept

Das Sicherheitskonzept wurde noch einmal angepasst. "Aber auch die 125. Kieler Woche bleibt ein offenes Bürgerfest", sagte Kämpfer. "Gemeinsam mit den Sicherheitskräften sorgt die Stadt dafür, dass die Gäste unbeschwert feiern können." Die Sicherheitsvorkehrungen unterschieden sich nicht wesentlich von denen der beiden Vorjahre.

Besucher brauchen bei Anreise Geduld

Vor allem bei der Anreise mit dem Auto brauchen Besucher Geduld. Wie 2018 sollen feste Kontrollpunkte in der Innenstadt den Verkehr rund um die Veranstaltungsflächen verlangsamen. Neben Riesen-Sandsäcken, Beton-Absperrungen und Müllwagen kommen an zwei Punkten erstmals sogenannte mobile Road-Blocker statt Lkw zum Einsatz. "Unsere Kollegen werden auf dem Seglerfest wie in den Jahren zuvor deutlich sichtbar sein", sagte Polizeisprecher Matthias Felsch. Die Beamten seien aber auch wieder auf den fünf mobilen Wachen für Besucher ansprechbar. Es gibt zudem wieder Bereiche mit Durchfahrverboten für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen und Stellen mit kompletten Fahrverboten.

Windjammerparade maritimer Höhepunkt

Maritimer Höhepunkt der Kieler Woche soll die Windjammerparade am 29. Juni werden, die vom russischen Großsegler "Mir" angeführt wird. Kämpfer hofft, dass die Zahl der teilnehmenden Windjammer durch ein neues Konzept künftig wieder steigt. Traditionsschiffe sind mittlerweile von Hafen-, Liegeplatz- und Kaigeld während der Festwoche befreit. "Mit der 'Gorch Fock' liegt ein Großsegler, der regelmäßig bei der Parade sein Tuch aufzog, in der Werft", sagte der SPD-Politiker. Der Dreimaster werde nicht nur bei der Marine, "sondern auch bei der Kieler Woche sehnsüchtig zurückerwartet".

Von RND/dpa

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