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Kiel Ein-Euro-Ticket: Wer soll das bezahlen?
Kiel Ein-Euro-Ticket: Wer soll das bezahlen?
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17:00 30.04.2019
Von Michael Kluth
Wie der Bus (hinten) sich unter den Verkehrsmitteln in Kiel – hier am Ziegelteich – nach vorne arbeiten kann, treibt die Kommunalpolitik um. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Hintergrund ist eine erste Berechnung der Kosten, die der Eigenbetrieb Beteiligungen für die Stadt erarbeitet hatte. Danach würden der Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG) mit einem Ein-Euro-Ticket 16 Millionen Euro Einnahmen entgehen – gemessen an den Fahrgastzahlen von 2017.

Offene Zukunftswerkstatt ÖPNV

Die verkehrspolitischen Sprecher der drei Kooperationsfraktionen schlagen ein Veranstaltungsformat vor, in dem eine mögliche Finanzierung erarbeitet werden soll: eine offene Zukunftswerkstatt ÖPNV. Darin sollen zum Beispiel die Landesregierung, die Nahverkehrsgesellschaft Nah.SH, der Eigenbetrieb Beteiligungen der Stadt, die Kieler Verkehrsgesellschaft, die Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel sowie Umweltverbände mitwirken.

Landesregierung hält sich zurück

Die Landesregierung reagiert zurückhaltend auf den Vorstoß der Kooperation. Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) wies darauf hin, dass nach aller Erfahrung langfristig nur dann Kunden für den Nahverkehr zu gewinnen seien, wenn das Angebot gut ist. Wien etwa habe zunächst das Angebot ausgebaut und dann die Preise gesenkt. „Es kommt also nicht nur auf den Preis, sondern entscheidend auf das Angebot an“, so Buchholz. „Hier kann die Stadt Kiel kurzfristig zu Verbesserungen beitragen.“

Im Übrigen halte er an der bewährten Praxis fest, dass das Land für den Schienenverkehr und die Kommunen für den Busverkehr zuständig seien, sagte Buchholz.

Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) sagte: „Ich muss ich darauf hinweisen, dass wir neue Ausgaben innerhalb der vorhandenen Budgets finanzieren müssen. Das gilt auch für das Verkehrsbudget.“

Opposition ist skeptisch

Skeptische Stimmen gibt es auch aus dem Rat.

Der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Rainer Kreutz, sagte: "Statt eine weitere Diskussionsrunde ins Leben zu rufen, sollte die politische Führung unserer Stadt unter Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) endlich mit konkreten Projekten beginnen, um dringend benötigte Verkehrsverbesserungen herbeizuführen."

Ähnlich äußerte sich der SSW-Fraktionschef Marcel Schmidt: "Statt konkrete Maßnahmen zu treffen, versuchen Rot, Gelb und Grün nur den politischen Stillstand in der Stadt zu verdecken, für den sie selbst verantwortlich sind."

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Einen Bericht zu den Kosten ermäßigter ÖPNV-Tickets finden Sie hier

Den Kommentar von Jürgen Küppers zu Billig-Tickets finden Sie hier

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