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Kiel Ein Herz für alte Schiffe
Kiel Ein Herz für alte Schiffe
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19:54 26.04.2009
Kiel

Anfangs für Kaiser Wilhelm im Zolldienst unterwegs, später je nach Wirtschafts- und Weltlage als Fracht- oder Wachschiff im Einsatz, 1967 in den Besitz des dänischen Zahnarztes Jörgen Hammer übergegangen, und seit 1994 dank der Initiative von sechs Unentwegten wieder zurück in Kiel: Geschichten wie die 1896 vom Stapel gelassene Gaffelketsch „Sampo“ kann jedes der Schiffe im Kieler Museumshafen erzählen.

Und jedes kündet auf seine Weise davon, dass sein Eigner viel Geld und noch mehr Mühe aufwenden, um es noch lange Zeit zu erhalten. „Das muss man als Hobby betrachten“, meint Hans-Georg Frenzel, der zur Crew der „Sampo“ gehört. Immer wieder mehr als entschädigt für die arbeitsreichen winterlichen Seiten dieses Hobby fühlt er sich durch die Ausfahrten, die regelmäßig im Sommer auf dem Plan stehen: „Wir haben schon die ganze Ostsee bereist.“ So etwas fasziniert auch Zeitgenossen, die mit dem Wasser herkunftsmäßig nicht viel im Sinn haben. „Wir sind ja eigentlich nicht so verbunden mit der Seefahrt, aber das hier, das gehört einfach dazu“, schwärmt die fern aller Küsten in Deutschlands Mitte geborene Annett Brune, während ihre neunjährige Tochter Miriam wagemutig auf der Hansekogge herumklettert, um einen besonders schönen Blick über die Hörn zu erhaschen.

Unten steht derweil Martina Matthäi und erzählt, welchen bisweilen abenteuerlichen Törns die Hansekogge dieses Jahr entgegensieht. Unter anderem ist eine Fahrt ganz nach mittelalterlichen Bedingungen geplant. Ohne Motor und ohne GPS wollen die Leute von der Hansekogge im Sommer von Rostock bis nach Visby segeln. Weil noch zahlreiche andere Fahrten fest im Kalender stehen, bekommen die Freunde des beliebten After-Work-Segelns auf der Hansekogge diesmal das Nachsehen. Termine gibt es nach Angaben von Martina Matthäi voraussichtlich allenfalls im Juli. Doch es muss ja nicht unbedingt die Hansekogge sein. Wie immer beim Tag der offenen Luke schipperte der Jugendkutter mit Skipper Jürgen Pautke die Kinder über die Hörn. Wer an Land blieb, konnte sich unter anderem beim Bauen kleiner Holzboote die Zeit vertreiben. Oder der Musik lauschen, die einfach so und ganz von Hand gemacht mal von diesem, mal von jenem Schiff erschallte.

Das alles kommt nicht wirklich spektakulär daher, aber echt, von Herzen und ohne jeden Kommerz. Insofern darf auch der Tag der offenen Luke 2009 als eines der Events gelten, die leider (oder vielleicht auch zum Glück) noch immer fast im Status eines Geheimtipps stehen. Was den Museumshafen-Vorsitzenden Klaus Hetmanek jedoch nicht im geringsten anficht. „Wir sind zufrieden“, lautet seine Bilanz.

Auf Senioren ist ein Trickdieb spezialisiert, der sich mit seiner Masche schon zum dritten Mal eine Freiheitsstrafe einhandelt. Als angeblicher Heizungs- oder Stromableser der Stadtwerke pflegt sich der einschlägig vorbestrafte Kieler mit Schirmmütze und Schreibblock Einlass in Wohnungen und Zugang zu Ersparnissen zu verschaffen.

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