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Kiel Eine Frau ohne Angst vor Physik
Kiel Eine Frau ohne Angst vor Physik
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15:40 18.03.2009
Kiel

Sabah Badri-Höher war hochschwanger, als sie 2001 an der Universität Erlangen im Fachbereich Nachrichtentechnik promovierte und im Dezember 2001 mit ihrem Mann Peter Höher nach Heikendorf zog. Im Januar brachte sie ihr erstes Kind zur Welt. „Das war sehr schön, doch nach einigen Monaten habe ich die wissenschaftliche Arbeit vermisst“, blickt die heute 43-Jährige zurück. Für sie sei klar gewesen, den Anschluss an die wissenschaftliche Forschung nicht verlieren zu wollen. Nach einer kurzen freiberuflichen Tätigkeit an der Kieler Christian-Albrechts-Universität wurde sie dort im Januar 2003 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Netzwerk- und Systemtheorie.

Doch es blieb noch Raum für eine halbe Professoren-Stelle an der Hochschule Bremen. Als diese im April 2005 frei wurde, griff Sabah Badri-Höher zu. Zweimal die Woche pendelte sie morgens von Heikendorf nach Bremen und abends zurück. 2005 wurde auch ihr zweites Kind geboren, und sie gründete mit ihrem Mann die Beratungsfirma ComSupport. Die Engagements in Kiel und Bremen endeten, als im Januar 2007 der Ruf auf eine volle Stelle an die private Fachhochschule für Wirtschaft und Technik in Oldenburg kam. In diesem Jahr erblickte auch das dritte Kind das Licht der Welt.

Mit dem Wechsel an die Fachhochschule Kiel (Fachgebiet Signalverarbeitung und digitale Kommunikation) „passt es jetzt genau“ für die quirlige Frau. Zum einen dauert der Weg zur Arbeit nur fünf Minuten. Zum anderen sieht Sabah Badri-Höher die Chance, die Brücke zwischen Fachhochschule und Universität zu bauen. Ihr Ziel: Durch gemeinsame Projekte soll die Bindung zwischen den forschungs- beziehungsweise anwendungsorientierten Systemen gestärkt werden. Als „verbindendes“ Beispiel nennt sie die Kieler Förde. Das Wasser vor der Haustür biete reichlich Forschungsansätze in Bezug auf Signalverarbeitung und Kommunikation.

Familie und Arbeit unter einen Hut zu bringen, so sagt Sabah Badri-Höher, bedeute für sie kein Problem. „Wenn man weiterkommen möchte, muss man Verantwortung übernehmen“, sagt die 43-Jährige. Das klappe auch, weil ihr Mann sie unterstütze.

Der Weg in die Naturwissenschaften war früh geebnet. Schon während des Sprachunterrichts an der Schule in Casablanca hat Sabah Badri Matheaufgaben gelöst. Am Ende der Schulzeit stand der Physikunterricht im Mittelpunkt, so dass der Wechsel in das Physikstudium an der Uni in Casablanca leicht fiel. Mit dem Masterabschluss in der Tasche (Licence), entschied sich Sabah, 1991 nach Deutschland zu gehen. Weil aber einige Fächer ihres Physikstudiums nicht anerkannt wurden, machte sie in Paderborn ihr Diplom in Elektrotechnik.

Die erste Bewerbung in Deutschland war erfolgreich. 1996 konnte sie beim Fraunhofer Institut in Erlangen einsteigen. Dort erkämpfte sie sich die Zeit, um einmal in der Woche sowie abends und an den Wochenenden ihre Promotion an der Uni Erlangen machen zu können. Die hatte sie 2001 in der Tasche und ging - hochschwanger - nach Heikendorf. „Die Zeit war hart“, blickt sie zurück. Der Aufwand habe sich aber gelohnt.

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