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Kiel Einsatzflottille übernimmt Stützpunkte
Kiel Einsatzflottille übernimmt Stützpunkte
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14:24 01.10.2012
Von Frank Behling
Mit einer Zeremonie wurde im Tirpitzhafen die Struktur der Marinestützpunkte an der Ostseeküste neu geordnet. Quelle: FB
Kiel

Bislang waren die Stützpunktkommandos in Kiel, Eckernförde und Warnemünde dem Marineamt in Rostock unterstellt. Das Marineamt wird im Zuge der Reform aufgelöst. Teile des Amtes werden ins Marinekommando überführt. Die im Tirpitzhafen stationierte Einsatzflottille 1 wird die Stützpunkte Eckernförde, Kiel und Warnemünde zentral von Kiel aus führen und als Dienstleister für die Flotte betreiben. Damit werde der Standort Kiel gestärkt, hieß es bei der Marine. 

In Kiel werden zukünftig das 3. Minensuchgeschwader sowie das 1. Unterstützungsgeschwader mit mehr als 20 Einheiten beheimatet sein. Das seit 2006 in Kiel stationierte 5. Minensuchgeschwader wird in den kommenden Monaten zum 1. Unterstützungsgeschwader umgebaut. Die bislang in diesem Geschwader beheimateten Minenjagdboote „Bad Bevensen“, „Grömitz“, „Bad Rappenau“ und „Datteln“ sowie das Minentauchereinsatzboot „Rottweil“ wurden bei einer  Zeremonie am Montag ins 3. Minensuchgeschwader überführt. Im 1. Unterstützungsgeschwader sollen zukünftig alle Tender der Marine zusammengefasst werden. In dem Geschwader werden außerdem auch zunächst die fünf Hohlstab-Lenkboote „Auerbach“, „Pegnitz“, „Ensdorf“, „Siegburg“ und „Hameln“ sowie zwölf Minensuchdrohnen des Typs „Seehund“ beheimatet sein. Die Hohlstab-Lenkboote sollen bis zum Ende des Jahrzehnts außer Dienst gestellt werden.   

Die  67 Einheiten der Marine sind seit 2006 in zwei Einsatzflottillen aufgeteilt. Während die derzeit noch 14 Fregatten und zwei großen Versorger in Wilhelmshaven bei der Einsatzflottille 2 stationiert sind, betreut die Einsatzflottille 1 die Bootsgeschwader. Die Einsatzflottillen werden zukünftig vom Marinekommando in Rostock als Kommandobehörde geführt. Das Marinekommando wird offiziell am 9. Oktober in Betrieb genommen. Der Dienstbetrieb begann ebenfalls am 1. Oktober.