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Kiel Mit Hut, Charme und Zuversicht
Kiel Mit Hut, Charme und Zuversicht
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00:43 28.06.2014
Von Carola Jeschke
Mut zur Farbe hatten in diesem Jahr nur wenige der weiblichen Gäste beim Hut-Empfang im Kieler Kaufmann: Jutta Hübener, Daniela Vagt, Monika Evert, Gabriele Schnura und Caroline Toffel setzten daher mit ihren Hüten bunte Akzente. Quelle: vr
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„Die Kieler Woche strahlt Selbstbewusstsein und Zuversicht aus, wir zeigen, wofür wir stehen“, sagte der OB in seinem Grußwort, bremste aber gleichzeitig zu hohe Erwartungen für die Zukunft. „Ich kann jonglieren und feuerspucken, aber ich kann nicht zaubern.“ Das erwartete auch niemand von ihm. Dennoch drehten sich die Gespräche bei Sekt und Häppchen nicht nur um die Hutmodelle der Damen. „Man unterhält sich hier wirklich über das Schicksal von Kiel“, betonte Dalenda Ahlsdorf. Und auch Kristina Bredenhallar, die zum ersten Mal dabei war und ein duftiges blau-weißes Etwas auf dem Kopf trug, bemerkte den „spürbar guten Zusammenhalt“ unter den Gästen.

 Jan-Christoph Kersig, Unternehmer und Präses der Kieler Kaufmannschaft, freute sich besonders, auch Partnerclubs aus Lübeck und aus dem Saarland begrüßen zu dürfen. Der Wirtschaftsclub Saar-Pfalz-Mosel war mit einer neunköpfigen Delegation vertreten, die vom Besuch der Kiellinie über die Besichtigung der „Gorch Fock“ und der Color Line bis hin zu Bootsfahrten und Empfängen schon eine Menge Kieler-Woche-Eindrücke gesammelt hatte. „So etwas haben wir noch nie gesehen, die Kieler Woche ist etwas Besonderes“, schwärmte Jutta Hofmeister aus Saarbrücken. Einen Hut hatte sie natürlich auch dabei, schwarz und elegant.

 Über den Hut des Tages gab es wohl kaum zwei Meinungen: Auf Bianca Ites’ Kopf wogte ein Fascinator, so der modische Fachausdruck, in Form eines Segelschiffes. Den maritimen Kopfschmuck hatte die zivile Mitarbeiterin des Verteidigungsministeriums aus Bonn gezielt im Internet gesucht und gefunden – und zog damit alle Blicke auf sich. „Meinen Kapitän bringe ich ja schon mit, deshalb wollte ich ein Schiff als Hut“, erzählte Bianca Ites. Ehemann Torsten Ites ist Leiter des Einsatz- und Ausbildungsverbandes der Deutschen Marine mit Sitz in Wilhelmshaven und erschien in passender Uniform.

 Ministerpräsident Torsten Albig erschien nicht mit Hut, dafür mit einem Plädoyer für Mut und Zuversicht. „Alle Jammerer und Nörgler dieser Welt werden zur Kieler Woche in den Keller gesperrt, und nur diejenigen kommen raus, die glauben, dass wir viel schaffen können.“ Damit lag er ganz auf einer Wellenlänge mit dem OB, der das „mehr als halbvolle Glas“ in den nächsten Jahren voll machen will. Nach den Flitterwochen, versteht sich.