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Kiel Eine ständige Markthalle auf dem Exer
Kiel Eine ständige Markthalle auf dem Exer
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09:00 09.04.2019
Von Michael Kluth
Die Markthalle Neun in Berlin-Kreuzberg - ein Vorbild für Kiel? Quelle: Rainer Jensen
Kiel

Was macht eigentlich der Ernährungsrat? Er macht sich Gedanken. Über die Ernährung in Kiel. Gesund soll sie sein, am besten Bio und auf jeden Fall regional. Die Gedanken setzt der Ernährungsrat Kiel um in Beratung, Vernetzung, Information und in politische Forderungen an Kommunalpolitik und Stadtverwaltung. 

60 Prozent Bio-Anteil in Schulmensen

Zum Beispiel fordert der Rat die Stadt auf, zügig für 60 Prozent Bio-Anteil unter den Gerichten in den Mensen der Kitas und Schulen zu sorgen. Dabei ist derzeit gerade mal das 2013 im Rat beschlossene Ziel erreicht, wonach 20 Prozent aus biologischem Anbau stammen sollen.

Vorbild Hobenköök in Hamburg

Mit einer anderen Idee will der Ernährungsrat der nachhaltigen Ernährung buchstäblich einen Markt verschaffen: „Eine ständige Markthalle auf dem Exer“, das wäre es doch, findet die Nachhaltigkeitsexpertin Christine Ax vom Ernährungsrat. Eine geschlossene Halle mit Gastronomie, Veranstaltungen und „jeden Tag Wochenmarkt“ zu verlässlichen Öffnungszeiten. Als Vorbilder nennt sie die Hobenköök im Hamburger Oberhafen und die Markthalle Neun in Berlin-Kreuzberg.

Diskussion mit Fachmann Kenneth Højgaard

Die zehn Aktiven des Ernährungsrats, einer zivilgesellschaftlichen Initiative, haben eine öffentliche Informationsveranstaltung auf die Beine gestellt. "Was kann Kiel von Kopenhagen lernen?", heißt sie.

Am Dienstag ab 18 Uhr berichtet Kenneth Højgaard, Direktor des Foodhouse Kopenhagen, im Fahrradkino der Alten Muthesius Hochschule am Lorentzendamm 8 in Kiel über die komplette Umstellung aller 900 Mensen und Kantinen in der dänischen Hauptstadt auf Bio-Ernährung.

Anschließend diskutieren Fachleute und Publikum darüber, ob und wie das Kopenhagener Modell auf Kiel übertragbar ist. Auf dem Podium: Birgit Braun von der Vernetzungsstelle Gemeinschaftsverpflegung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, Monika Friebl vom Ökonetzwerk Schleswig-Holstein, Beate Mens vom Schulamt, Oliver Zantow vom RBZ Wirtschaft sowie die Ratsleute Astrid Leßmann (SPD) und Andreas Halle („Die Fraktion“). 

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