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Kiel Erst Prüfung, dann TV-Interview
Kiel Erst Prüfung, dann TV-Interview
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11:00 30.05.2019
Von Karina Dreyer
Berichtet für den Sender TV5 Monde über die französische Sprache weltweit: Moderator Ivan Kabacoff im Interview mit Käthe-Kollwitz-Schülern, die jüngst das Delf (Diplôme d’Etudes en langue française) absolviert haben. Quelle: Karina Dreyer
Kiel

Seit sieben Jahren ist Moderator Ivan Kabacoff für die Sendung „Destination Francophonie“ unterwegs. Rund 300 Mal berichtete er bereits aus aller Welt, wie die französische Sprache unter anderem genutzt, gelernt, gefördert, gepflegt wird, sich entwickelt und Kulturen verbindet. „In Deutschland wird immer weniger Französisch gelernt. Die meisten kommunizieren nur auf Englisch“, sagt er und berichtet deshalb gerne über das neue Projekt. Denn in seinen Augen sei es wichtig, dass jedes Land seine Sprache fördere und weitergebe. So wie mit Delf: „Wir möchten damit die französische Sprache in Norddeutschland voranbringen, die Schüler motivieren und befähigen, sich international mit einer zweiten Fremdsprache zu bewerben“, erklärt Sprachattachée Chantal Junot vom Institut Français in Hamburg.

33 Schüler traten zur Delf-Prüfung an

Anselm Bergner ist Französischlehrer an der Käthe-Kollwitz-Schule und seit November mit einer Kollegin zusammen Delf-Prüfer. 33 Schüler traten zur schriftlichen Prüfung im März an, „leider hatten nur zwölf Schüler aufgrund der Ergebnisse die Möglichkeit, sich mündlich prüfen zu lassen“, erklärte er. Die zwölf schafften es nun aber alle und bekommen im Dezember „das offizielle französische Diplom aus Frankreich, das für sie lebenslang gültig ist“. Gefreut habe er sich, dass der französische Sender über die Prüfung an der Käthe-Kollwitz-Schule berichtet.

Große Aufregung herrschte deshalb auch bei den zwölf Schülern, die es geschafft haben und sich vom Moderator auf Französisch interviewen ließen. Ihre Freude über das Diplom ist groß, denn „es ist schön, solch ein großes Erfolgserlebnis zu haben“, beschreibt Jule Ohm. Die 16-Jährige möchte später gerne im medizinischen Bereich arbeiten, gerne auch im Ausland. „Wissenschaft und Sprache passen gut zusammen. Viele Nationen treffen in diesem Bereich zusammen, deswegen ist uns die Mehrsprachigkeit wichtig“, unterstreicht Chantal Junot.

Schüler beklagen Theorie und Vokabellernen

Nikolas Engel bedauert, dass der Schwerpunkt im Französisch-Unterricht meist auf der Theorie und dem Lernen von Vokabeln liegt. „Die Motivation ist dadurch niedriger. Wir können zwar Bewerbungen auf Französisch schreiben, uns aber nicht wirklich verständigen“, bedauert der 16-Jährige. Das würden er und seine Klassenkameraden gerne ändern. Denn das Erlernen von Sprachen hat noch eine weitere Bedeutung: „Wir können damit zeigen, dass wir anderen Ländern gegenüber nicht ignorant sind und können uns in Europa frei bewegen.“

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