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Kiel Erste Bagger und ein Zaun für Frösche
Kiel Erste Bagger und ein Zaun für Frösche
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21:01 22.05.2018
Von Frank Behling
Der Neubau der Levensauer Hochbrücke läuft an. Das Baufeld zwischen den beiden Brücken wird frei gemacht Quelle: Frank Behling
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Kiel

Welcher Konzern die neue Levensauer Hochbrücke bauen wird, entscheidet sich erst im Winterhalbjahr. Rund um die Hochbrücken tut sich dennoch schon Einiges. Damit im Sommer 2024 erstmals Autos und Züge über die neue Brücke rollen können, laufen jetzt die Vorbereitungen für das große Bauprojekt. Rund 50 Millionen Euro sollen in den Neubau investiert werden. An der Brückenbaustelle sind auf der Südseite die ersten Baumaßnahmen angelaufen. Die eigentlichen Arbeiten beginnen erst 2020.

Eine erste Maßnahme endet in wenigen Tagen. Durch den Damm der alten Hochbrücke wurde ein Düker gebohrt. „Durch diesen Düker werden die Versorgungsleitungen für den späteren Bau gelegt“, sagt Jirka Niklas Menke, Sprecher der Planungsgruppe für den Ausbau des Kanals.

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Dabei werden Versorgungsleitungen aus dem späteren Baufeld heraus verlegt. Dieses Baufeld befindet sich in einer Senke zwischen den beiden Rampen der Brücken. 

Folienzäune für Amphibien

Im Rahmen der Umweltbaubegleitung für den Neubau der Brücke ist auch der Schutz der Amphibien in den Fokus geraten. Dabei handelt es sich vor allem um Laubfrösche und Moorfrösche in den Bereichen der Baustraßen oder der Baustelle. Dort wurden auf einer Länge von 3000 Metern spezielle Folienzäune errichtet, die für die Amphibien unüberwindbar sein sollen. Die Zäune werden regelmäßig kontrolliert.

„Wie bereits bei der Mauerwerksinstandsetzung am südlichen Widerlager unternehmen wir mit Hilfe fachkundiger Berater alles, um nachteilige Auswirkungen auf die Umwelt und insbesondere geschützte Arten zu vermeiden“, sagt Thomas Janßen, Projektleiter für den Ersatzneubau Hochbrücke Levensau.

„Angesichts des beendeten Planfeststellungsverfahrens ist es von großer Bedeutung, die vorbereitenden Arbeiten umzusetzen und damit die Voraussetzungen für die zügige Realisierung der Brückenbaumaßnahme vor Ort zu schaffen“, ergänzt Sönke Meesenburg, Leiter des Fachbereiches Investitionen am Kanal.

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