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Kiel Tiefgarage in unterirdischem Zustand
Kiel Tiefgarage in unterirdischem Zustand
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10:00 07.03.2019
Von Niklas Wieczorek
Geringe Durchfahrtshöhe von 1,80 Meter, aber ansonsten "benutzerfreundlich": So schätzt ein Gutachten die Tiefgarage unter dem Europaplatz ein. Quelle: Frank Peter
Kiel

Sollte die Tiefgarage großflächig saniert werden, stünde der Betrieb der Halle auf der Kippe – denn der Europaplatz ist der einzige Anlieferungsweg. Die 1980 gebaute Tiefgarage bietet auf drei Geschossen 480 Parkplätze. Der oberirdische Platz werde für den Veranstaltungsbetrieb genutzt, wie mit den Betreibern der Ostseehalle vereinbart sei, steht in der Vorlage. Der bauliche Zustand der Tiefgarage weise allerdings nach einem Gutachten gravierende Mängel insbesondere im Bereich des Brandschutzes auf, heißt es weiter. "Ohne kurzfristige Maßnahmen zur Behebung auch von weiteren Baumängeln könnte eine Schließung der Anlage drohen."

Millionenkosten für schnelle Sanierung

Grondke erläuterte auf Anfrage, bereits im Jahr 2017 seien lediglich fünf weitere Jahre Betrieb "aufgrund der baulich-konstruktiven Mängel" in Aussicht gestellt worden. Daher werde das Bauwerk fortwährend überwacht. Derzeit plane man den Einbau einer Brandmeldeanlage. Kurzfristig seien 2,8 Millionen Euro Investitionen notwendig, für die Grundinstandsetzung fielen 12,1 Millionen Euro nebst weiterer Kosten an, so die Vorlage.

Stadt hat bereits Interessenten

Wer könnte die Garage erstehen wollen? "Es gibt Interessenten", betont Grondke. Nachgefragt bei Harald Rottes – doch der Chef der mit den Kieler Nachrichten als Betreiber der Sparkassen-Arena auftretenden Citti-Immobilienverwaltung nimmt Abstand: "Im Moment wollen wir uns damit nicht weiter beschäftigen." Der Zustand des Bauwerks hat sich herumgesprochen: "Die Tiefgarage ist bekanntermaßen nicht in gutem Zustand. Unsere große Sorge ist, dass unser Nutzungsrecht für den Europaplatz eingeschränkt werden könnte", sagt Rottes, "dabei ist das verbrieft. Wenn der Platz nicht mehr genutzt werden kann, haben wir ein Problem."

Hallen-Betreiber pochen auf Vorplatz

Wie groß das Problem ist, weiß Hallen-Geschäftsführer Stefan Wolf: "Kein Vorplatz – keine Veranstaltung", lautet seine schlichte Gleichung. "Das ist die einzige Einfahrtsmöglichkeit zur Halle." Allerhöchstens eine halbseitige Sperrung des Europaplatzes sei denkbar, sollte man sich beispielsweise in Bezug auf die Parkplätze anderweitig arrangieren. "Die Uhr tickt", kommentiert Wolf. Der Ertragswert liegt laut Vorlage bei 430.000 Euro. Neue Brandschutzgutachten seien dabei nicht berücksichtigt.

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