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Kiel Die Hüpfburg ist ein mobiles Planetarium
Kiel Die Hüpfburg ist ein mobiles Planetarium
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09:54 02.05.2019
Sie bauen den Infinity Dome an der FH auf (v.li.): Nico Kuhn, Markus Schack, Jörn Hehn, Simon Schack, Heidemarie Goerigk und Christopher-Robin Fey. Quelle: Frank Peter
Kiel

Am Dienstag begannen die Aufbauarbeiten. Anlass für den Einsatz an der Förde ist die Jahrestagung der Gesellschaft deutschsprachiger Planetarien.

Prinzip ähnlich wie bei einem Heißluftballon

Nach dem Ausladen aus den Lkw begann bereits die größte Herausforderung während des Aufstellens: Der Koloss musste eingemessen und positioniert werden. Die Firma Tat-Team Airstructures aus Schinkel hat den modernen „Infinity Dome“ im vergangenen Sommer entwickelt. Damit haben sie eine Ausschreibung der Berliner Festspiele in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Planetarium gewonnen. In der Ausschreibung ging es darum, Planetarien zu modernisieren, um neue Inhalte zu präsentieren und neue Möglichkeiten zu bieten.

„Die Idee war eine Digitalisierung der Hüpfburg“, sagt Jörn Hehn von der Firma Tat-Team Airstructures und erklärt die Konstruktion. Das mobile Planetarium ist eine Traglufthalle, die aus einer lichtdurchlässigen PVC-Kuppel besteht, die per Unterdruck aufgespannt und von einem Wasser-Ballast-System am Boden gehalten wird – „ähnlich wie ein Heißluftballon, der durch einen großen Wasserschlauch am Boden gehalten wird“. Mit etwa 60.000 Litern Wasser wird der Ballast-Ring gefüllt, um die Traglufthalle am Boden zu halten. Nach dem Abbau wird das Wasser zum Teil zur Bewässerung der umliegenden Grünflächen genutzt. Studenten der FH haben dem Team um Jörn Hehn beim Aufbau geholfen. Die Fertigstellung des Planetariums wird noch bis heute Abend andauern.

Entwickler kennen sich mit Hüpfburgen aus

Mithilfe von Reißverschlüssen können die einzelnen Schlauchteile des Ballast-Rings miteinander verbunden werden. Eine Nummerierung ermöglicht auch Laien einen schnellen Aufbau. Die Firma stellt Hüpfburgen, aufblasbare Zelte und Airdomes für Veranstaltungen her und ist jedes Jahr während der Kieler Woche mit ihren Hüpfburgen auf der Krusenkuppel vertreten. Die Traglufthalle bietet Platz für 200 Personen. Die Firma hat auch eine kleinere Version im Angebot, die ideal für Schulklassen ist.

Der Clou an dem modernen Planetarium ist neben der Konstruktion natürlich die Technik, die sich unter der weißen Kuppel versteckt. In hoher Qualität gibt es auf der 360-Grad-Leinwand einen Einblick in die weite Welt des Alls. Auch atemberaubende virtuelle Ausflüge sind möglich. „Das mobile Planetarium ist so in seiner Form einmalig“, sagt Jörn Hehn. Die Kuppel besteht aus lichtdurchlässigem PVC, das aus Japan importiert wurde, und ermöglicht eine Projektion, die bei Dunkelheit auch von außen sichtbar ist.

Shows im Infinity Dome

Heute Abend nach Sonnenuntergang, etwa um 21 Uhr, wird die Kuppel in verschiedenen Farben beleuchtet, damit ein eindrucksvolles Farb-Lichtspiel entsteht. Während der Jahrestagung der Gesellschaft deutschsprachiger Planetarien steht der „ Infinity Dome“ im Innenhof des Gebäudes 12 an der Grenzstraße in Neumühlen-Dietrichsdorf und beherbergt einige Shows, beispielsweise Mediendom-Klassiker wie „Lars der kleine Eisbär“ oder „Holosense“.

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Von Lisa Reschka

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