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Kiel FH Kiel steht Gewehr bei Fuß
Kiel FH Kiel steht Gewehr bei Fuß
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08:00 13.03.2019
Von Michael Kluth
FH-Präsident Prof. Udo Beer kann sich einen Studiengang Architektur in Kiel gut vorstellen. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Das teilte das Bildungsministerium auf Nachfrage mit. Es sei „insbesondere auch darum gegangen, wie ein zusätzliches Studienangebot im Bereich Architektur am Standort Kiel etabliert werden könnte“.

Allerdings heißt es in der ministeriellen Auskunft auch: „Welche Hochschulen letztlich was anbieten werden und woher die dafür notwendigen zusätzlichen Ressourcen kommen werden, ist zurzeit noch nicht geklärt.“ Die Gespräche würden fortgesetzt.

FH Kiel braucht Geld vom Land

Die FH Kiel steht jedenfalls Gewehr bei Fuß. „Wenn wir das machen sollen, werden wir uns nicht wehren“, sagte FH-Präsident Prof. Udo Beer. „Das liegt jetzt am Land. Die müssen sagen, was sie wollen und sich leisten können.“ Für einen zusätzlichen Studiengang müsse „noch Geld ins System kommen“.

Beer erinnerte daran, dass seine Fachhochschule den Studiengang für Bauingenieure recht schnell erfolgreich aus dem Boden gestampft habe. Da hätten allerdings die vorhandenen Containerbauten geholfen. Für Architekten müsse zusätzlicher Raum geschaffen werden: „Architekten brauchen Platz.“

BDA und Grondke sind dafür

Der Studiengang war zuletzt wieder in die öffentliche Diskussion gekommen, weil die Kieler Bauverwaltung einen massiven Fachkräftemangel beklagt hatte. Baudezernentin Doris Grondke befürwortet eine Architektur-Ausbildung in Kiel ausdrücklich. Der Bund Deutscher Architekten (BDA) hatte mit der Forderung nach einem acht Semester langen Bachelor-Studiengang mit 40 Studienplätzen an der FH Kiel nachgelegt. Der BDA nannte wie berichtet eine Million Euro Kosten pro Jahr. Diese Summe nannte Beer realistisch, soweit sie das Personal für acht bis neun Professuren beträfen. Die Infrastruktur koste indes zusätzlich.

Von den Kollegen in Lübeck, wo derzeit der einzige Studiengang Architektur in Schleswig-Holstein läuft, gebe es jedenfalls keinen Widerstand gegen ein Parallelangebot in Kiel, sagte Beer. „Die TH Lübeck hat den Fachkräftemangel als gesamtstaatliches Problem erkannt. Er geht uns alle an“, so Beer.

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