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Kiel "Regina Seaways": Feueralarm auf der Ostsee
Kiel "Regina Seaways": Feueralarm auf der Ostsee
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20:42 02.10.2018
Die „Regina Seaways“ ist in Brand geraten. Quelle: Frank Behling

Das Wichtigste in Kürze:

  • Auf der Fähre "Regina Seaways" ist laut einem Sprecher der Reederei DFDS kein Feuer ausgebrochen. Es habe aber eine Rauchentwicklung im Maschinenraum gegeben.
  • Das Schiff war auf dem Weg von Kiel nach Klaipeda in Litauen. Mittlerweile wurde der Antrieb soweit repariert, dass es mit eigener Kraft wieder Fahrt aufgenommen hat.
  • Zunächst war auch von einer Explosion die Rede. Möglicherweise ist es an einem der beiden Motoren zu einer Verpuffung gekommen.

Aktuelle Informationen im Liveblog (zum Aktualisieren hier klicken):

  • 03.10.18 07:10
    +++ „Regina Seaways“ in die Werft geschleppt +++

    Nach der ersten Befundung der Schäden an Bord der „Regina Seaways“ steht fest: Das Schiff muss in die Werft. Der Schaden an der Maschinenanlage ist so gravierend, dass die Fähre den Dienst auf der Linie Kiel-Klaipeda vorerst nicht wieder aufnehmen kann. Am Mittwochmorgen haben zwei Schlepper die Fähre in Klaipeda vom Fährterminal in eine Werft gebracht.
  • 02.10.18 18:21
    +++ „Regina Seaways“ läuft in Klaipeda ein +++

    Die Fähre „Regina Seaways“ hat den Hafen von Klaipeda erreicht. Nachdem das Schwesterschiff „Athena Seaways“ den Hafen verlassen hat, durfte die „Regina Seaways“ zum Fährterminal fahren. Dort werden am Abend Passagiere und Ladung ausgeschifft. Im Anschluss wollen Unfallermittler der litauischen Behörden zusammen mit Vertretern der Klassifikationsgesellschaft (Schiffs-TÜV) und der Reederei DFDS den Maschinenraum untersuchen und mit der Schadensanalyse beginnen. Erst im Anschluss der Untersuchung werden weitere Informationen zum Ausfall der Fähre bekannt gegeben. Bis auf weiteres fährt die Schwester „Victoria Seaways“ erstmal allein auf der Route Kiel-Klaipeda. Sie startete am Dienstagabend von Kiel planmäßig zur Überfahrt nach Klaipeda. Zum Wochenende wird Verstärkung durch die Fähre „Patria Seaways“ und die Frachtfähre „Maestro Universe“ erwartet.

    Damit schließen wir den Liveblog und danken für Ihr Interesse.
  • 02.10.18 16:52
    +++ DFDS holt als Ersatzfähre aus Norwegen +++

    Noch während die „Regina Seaways“ mit langsamer Fahrt nach Klaipeda läuft, startet in Norwegen die Frachtfähre „Maestro Universe“. Das Schiff bereitet sich in Trondheim auf die Fahrt nach Kiel vor. Am Freitag soll das gecharterte Schiff in Kiel eintreffen und hier in den Fahrplan nach Klaipeda eingegliedert werden. Dieses Schiff wird aber nur Lastwagen befördern. Für den Passagiertransport gibt es noch keine Lösung. Für Passagiere, die am Donnerstag die Abfahrt mit der „Regina Seaways“ ab Kiel gebucht haben, soll in den nächsten Stunden eine Lösung gefunden werden. Noch steht nur fest, dass die Abfahrt der Fähre am Dienstag um 22 Uhr ab Klaipeda ausfällt. Damit fällt auch die Abfahrt am Donnerstag ab Kiel aus.
  • 02.10.18 16:16
    +++ Alle Passagiere wohlauf +++

    Alle 294 Passagiere der Fähre „Regina Seaways“ sind wohlauf. „Die Besatzung hat die Situation unter Kontrolle. Es gab keine Verletzten. Alle Passagiere und Crewmitglieder sind wohlauf“, so Reedereisprecher Gert Jakobsen. Unter den Passagieren sind Lastwagenfahrer und auch normale Passagiere, die zum Urlaub oder geschäftlich nach Litauen reisen. Ein Jugendorchester aus dem Saarland ist auch mit an Bord.
  • 02.10.18 16:05
    +++ Fregatte „Hessen“ begleitet Fähre +++

    Die deutsche Fregatte „Hessen“ wird die angeschlagene Fähre „Regina Seaways“ bis zur Ansteuerung der Zufahrt von Klaipeda begleiten. Die Fregatte operiert zusammen mit dem U-Boot „U 31“ und dem Schlepper „Fehmarn“ aus Kiel in der östlichen Ostsee. Die Fregatte hält zur Sicherheit Feuerlöschtrupps mit Atemschutzgeräten und zwei Sea Lynx-Hubschrauber für mögliche Hilfeleistungen bereit. Sie können die Besatzung der Fähre notfalls unterstützen.
  • 02.10.18 15:50
    +++ Fähre hat noch 40 Seemeilen bis Klaipeda +++

    Begleitet vom litauischen Logistikschiff „Jotvingis“ läuft die „Regina Seaways“ nach Klaipeda. Zur Sicherheit wird auch ein Schlepper das Einlaufen des Schiffes begleiten. Aufgrund des Ausfalls einer Maschine erreicht die Fähre nur noch eine Reisegeschwindigkeit von rund 13 Knoten.
  • 02.10.18 15:46
    +++ Ursache unklar +++

    Die genaue Ursache des Maschinenschadens auf der "Regina Seaways" war zunächst noch nicht bekannt. Das 2010 gebaute Schiff, das unter litauischer Flagge fährt, hatte nach Angaben der Reederei 294 Passagiere und 41 Besatzungsmitglieder an Bord. Es handelt sich um seine sogenannte RoPax-Fähre, die neben Fahrzeugen im Roll On/Roll Of-Verfahren auch bis zu 500 Passagieren in Kabinen Platz bietet. Die Fähre verkehrt regelmäßig auf der Strecke von Kiel nach Klaipeda.


  • 02.10.18 15:08
    +++ „Regina Seaways“ fährt wieder +++

    Die Maschinen-Crew der „Regina Seaways“ hat eine der beiden Maschinen wieder gestartet. Das Schiff ist mit 12 Knoten auf dem Weg nach Klaipeda. Wie Reedereisprecher Gert Jakobsen auf Anfrage mitteilt, wird das Schiff gegen 22 Uhr in Klaipeda erwartet. Ein Teil der von Klaipeda aus in Marsch gesetzten Marineeinheiten haben abgedreht.
  • 02.10.18 14:54
    +++ Hilfe ist unterwegs +++

    Während die Besatzung der „Regina Seaways“ im Maschinenraum fieberhaft an der Inbetriebnahme von zumindest einem der beiden Antriebsdiesel arbeitet, sind mehrere Schiffe bei der Fähre. Die deutsche Fregatte „Hessen“ (siehe Foto) hat ebenfalls Hilfe angeboten. Sie operierte zusammen mit „U 31“ ebenfalls in dem Seegebiet. Die litauische Marine hat von Klaipeda aus drei Einheiten zu der Position der Fähre geschickt.
  • 02.10.18 14:49
    +++ So geht es den Menschen an Bord +++

    „Alle Menschen sind gesund und munter, sie sind alle auf dem Schiff, es gibt keine Panik, keine Verletzten“, sagte Eugenijus Valikovas von der Seenotrettungsleitstelle der litauischen Armee der Agentur BNS.

    Die Passagiere können sich frei an Bord bewegen. Zunächst war aber nicht klar, ob die „Regina Seaways“ ihre Fahrt aus eigener Kraft fortsetzen könne. „Wir haben sicherheitshalber um die Hilfe eines Schleppers gebeten.“ Es gebe auch weiter Strom an Bord. „Der Kapitän hat die Lage unter Kontrolle“, sagte ein DFDS-Sprecher.



  • 02.10.18 14:16
    +++ Reparatur läuft +++

    Die Besatzung der "Regina Seaways" arbeitet an der Behebung des Maschinenschadens. Sie will die Antriebsanalge des Schiffs wieder zum Laufen bringen. Für die Passagiere bedeutet das: Sie müssen weiter an Bord ausharren. Die Ankunft der Fähre in Klaipeda dürfte sich bestenfalls in den Abend verschieben.

    Die "Regina Seaways" hat zwei Motoren. Sollten die Besatzungsmitglieder einen Motor zum Laufen bringen, könnte das Schiff aus eigener Kraft Klaipeda erreichen. Ansonten müsste die Fähre abgeschleppt werden. In rund einer Stunde gibt es hierzu neue Informationen.
  • 02.10.18 13:57
    +++ "Regina Seaways" in Seenot +++


    Die Fähre "Regina Seaways" ist mit einem Maschinenschaden auf der Ostsee liegen geblieben. Das Schiff befindet sich mit 335 Menschen an Bord auf der Reise von Kiel nach Klaipeda. Die Fähre treibt nach einer Meldung der Reederei DFDS nördlich der Danziger Bucht in der Ostsee.

    Die Fähre "Regina Seaways" hatte Kiel am Montagabend verlassen und sollte am Nachmittag gegen 17 Uhr in Klaipeda eintreffen. Aus noch ungeklärter Ursache gab es gegen 13 Uhr nördlich der Danziger Bucht einen Knall im Maschinenraum. Möglicherweise ist es an einem der beiden Motoren zu einer Verpuffung gekommen.
    Niemand der 294 Passagiere und 41 Crewmitglieder an Bord wurde verletzt. Da durch die Verpuffung im Maschinenraum auch die Brandmeldeanlage ausgelöst wurde, gab es an Bord einen Feueralarm. Alle Passagiere und die Crew versammelten sich danach auf den Musterstationen.

    Wie die Reederei DFDS mitteilt, laufen Maßnahmen zum Einschleppen der Fähre. Sie befindet sich auf halber Wegstrecke zwischen der dänischen Insel Bornholm und dem Zielhafen Klaipeda.
    Der Fall weckt Erinnerungen an das Unglück der Fähre "Lisco Gloria", die im Oktober 2009 auf der Ostsee in Brand geriet und ausbrannte. Die Fähre war damals auch auf dem Weg von Kiel nach Klaipeda.


  • 02.10.18 13:48
    +++ Keine Verletzten +++

    Weil die Rauchentwicklung einen Feueralarm auslöste, wurden alle Passagiere der "Regina Seaways" versammelt und die Evakuierung des Schiffs vorbereitet. Mittlerweile sei alles laut DFDS unter Kontrolle. Es habe keine Verletzten gegeben.


  • 02.10.18 13:40
    +++ Kein Feuer, aber Maschinenausfall +++

    Ein DFDS-Sprecher bestätigte den "Kieler Nachrichten" einen kapitalen Maschinenausfall. Der starke Rauch an Bord deute auf ein Problem mit Antriebsmotoren hin. Durch die starke Rauchentwicklung gab es zunächst einen Feueralarm an Bord.

    Auf der Karte von Marinetraffic.com ist zu sehen, auf welcher Route sich die "Regina Seaways" in der Ostsee befand.
  • 02.10.18 13:38
    +++ Reederei prüft, ob das Schiff abgeschleppt werden muss +++

    Die Reederei prüfe nun, ob das Schiff, das etwa 30 Seemeilen vor der polnischen Küste derzeit ohne Antrieb im Wasser liegt, aus eigener Kraft die restlichen 50 Seemeilen bis zum Zielort Klaipeda fahren könne oder ob es geschleppt werden müsse.
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