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Kiel Lob, aber auch etwas Kritik für Bügel
Kiel Lob, aber auch etwas Kritik für Bügel
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08:00 13.03.2018
Von Niklas Wieczorek
Gepflegtes Fahrrad und schäbiges Schrottrad Bügel an Bügel: In der Holtenauer Straße werden die Abstellmöglichkeiten gut genutzt, teilweise aber auch weit über die eigentliche Lebenszeit des Zweirades hinaus. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
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Kiel

So sorgte die Beschwerde des Bäckerei-Betreibers Pawel Bolt für Aufsehen, der plötzlich vor seinem Café Knuust einen Bügel fand – direkt im Anlieferweg. Die Stadt hatte den Bügel platziert, um den Schulweg zur nahen Waldorfschule zu sichern – inzwischen wird einvernehmlich eine Lösung gesucht.

Laut Redecker sind die Bügel eine im Sinne der Verkehrssicherheit von der Stadt gern genutzte Lösung: praktisch zum Anschließen, kaum die Sicht versperrend. Im Normalfall stimmten sich Tiefbau- und Ordnungsamt darüber ab, wo und wie die Bügel platziert werden. Vorschläge für neue Standorte kommen aber auch regelmäßig aus den Ortsbeiräten. "Ich begrüße sehr, dass auch einige private Flächen dieses Modell nutzen", so Redecker. Seit mehr als 20 Jahren kann bei der Stadt angefragt werden, Bügel auf privatem oder gewerblichem Gelände zu installieren.

In Geschäftszonen stören auch mal Schrotträder

Gibt es weitere Probleme mit Bügeln in Anlieferungszonen? Dierk Böckenholt vom Handelsverband Nord liegen keine vergleichbaren Berichte vor – auch der Verein "Die Holtenauer" kennt so etwas nicht. Doch Marten Freund vom Schlemmermarkt sieht ein anderes Problem, das die Bügel mit sich bringen: "Es stehen alte Fahrräder an den Bügeln, die nicht weggeräumt werden." Der Abfallwirtschaftsbetrieb Kiel bestätigt auf Nachfrage, die Holtenauer Straße noch einmal genauer auf Schrottfahrräder abzusuchen, so Sprecher Rolf Eichholz. Generell werde aber überall in der Stadt nach diesen Hinterlassenschaften gesucht. Jeder Bürger und Geschäftsinhaber könne darüber hinaus über service@abki.de oder über das Servicetelefon 0431/58540 Schrotträder melden.

Trotz dieser Beschwerden sind die "Kieler Bügel" meist beliebt und gut genutzt: "Grundsätzlich finde ich den Einsatz der Fahrradbügel in Kiel sehr vorbildlich", sagt Thomas Möller, Vorsitzender des ADFC Schleswig-Holstein, das mache die Stadt bundesweit für ihren fahrradfreundlichen Einsatz bekannt. Zum Absperren kämen allerdings auch mal Poller in Frage.

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