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Kiel Kostenloses Parken auf weniger Plätzen
Kiel Kostenloses Parken auf weniger Plätzen
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07:04 18.04.2019
Von Petra Krause
Foto: So sah es im vergangenem Jahr trotz Parkgebühren aus: Chaos am Falckensteiner Strand. Auf beiden Seiten standen Autos, obwohl das Parken nur auf einer Seite erlaubt ist. In diesem Jahr steht noch weniger Parkfläche zur Verfügung.
So sah es im vergangenem Jahr trotz Parkgebühren aus: Chaos am Falckensteiner Strand. Auf beiden Seiten standen Autos, obwohl das Parken nur auf einer Seite erlaubt ist. In diesem Jahr steht noch weniger Parkfläche zur Verfügung. Quelle: Ulf Dahl
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Nach der scharfen Kritik an der alten Parkgebühr von pauschal vier Euro im vergangenen Jahr hatte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer verkündet, sie mindestens für diese Saison abzuschaffen. Gastronomen hatten zuvor über Umsatzeinbußen geklagt und eine Regelung für Kurzeitparker gefordert. Egal, ob man nur kurz auf einen Kaffee in die Deichperle wollte oder den ganzen Tag am Strand verbrachte, die Gebühr war dieselbe. Die Erhöhung von zwei auf vier Euro seit dem Jahr 2017 und die Vergabe der Parkraumbewirtschaftung seit 2006 an die Festung Friedrichsort GmbH Co. KG hatten die Wellen hoch schlagen lassen. So wurde der auslaufende Vertrag mit der Festung Friedrichsort GmbH Co. KG nicht verlängert. 

Stadt plant ohne Antennenfeld

Bei der neuen kostenlosen Regelung entfällt aber das große Antennenfeld, welches der Festung Friedrichsort GmbH Co. KG gehört. Wie die Stadt mitteilte, plant sie nicht, das Antennenfeld zu pachten und selbst zu bewirtschaften. Während das Parken auf der Deichseite schon immer verboten war, war es auf der anderen Seite durchgängig erlaubt. Die Stadt bereitet aber auch hier in weiten Teilen ein Parkverbot vor, wie einer Vorlage im Bauausschuss zu entnehmen ist. Dadurch fallen etwa die Hälfe der Plätze am Deich weg. Dann stehen nur noch der Platz P1 am Palisadenweg und bei Bedarf der Ergänzungsparkplatz P2 im Palisadenweg jenseits vom Koppelberg auf der grünen Wiese zur Verfügung. 

Das Bürger- und Ordnungsamt wird bei gutem Wetter versuchen, an sieben Tagen der Woche in der Zeit von 10 bis 18 Uhr die Bereiche zu kontrollieren. Dafür steht ihnen vor Ort eine kleine Unterkunft zur Verfügung. Gegebenenfalls werden Autos abgeschleppt, wenn sie den Verkehr behindern, heißt es in der Vorlage.

Entscheidung für Parkraumbewirtschaftung 2020 fällt im Herbst

Im Herbst soll dann nach Auswertung der Erfahrungen entschieden werden, wie die Parkregelung ab der Badesaison 2020 umgesetzt werden soll. Neben Parkgebühren, die durch Beschäftigte der Stadtverwaltung oder Dritte kassiert werden, kommen auch Parkautomaten in Betracht. Vor 20 Jahren wurde die Parkgebühr übrigens von der städtischen Projektgruppe Falckensteiner Strand bewusst eingeführt, um Verkehrschaos an heißen Sommertagen zu vermeiden. Als die Parkraumbewirtschaftung fehlte, kamen Rettungsfahrzeuge am Deich nicht durch. Beidseitiges Parken verengte die Fahrbahn. 

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