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Kiel Staatsanwaltschaft prüft Zeugenaussage
Kiel Staatsanwaltschaft prüft Zeugenaussage
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10:38 21.08.2019
Offizieranwärterin Jenny Böken am 15. August 2008 auf dem Segelschulschiff „Gorch Fock“. Wenige Tage später, am 3. September 2008, stürzte Jenny Böken über die Reling. Quelle: Uwe Böken/dpa
Kiel

Im Juni 2019 hatte die Staatsanwaltschaft Kiel das Todesermittlungsverfahren im Fall Jenny Böken wieder aufgenommen. Hintergrund sind die Aussagen der Zeugin. Diese beruhen laut der Behörde im Wesentlichen auf Hörensagen. Die Zeugin sei im Jahr 2008 Soldat der Bundeswehr gewesen, habe aber weder zur Marine noch zur Besatzung der „Gorch Fock“ gehört.

Die ursprünglichen Ermittlungen im Fall Jenny Böken waren 2009 eingestellt worden. Die damals 18-Jährige war in der Nacht zum 4. September 2008 während einer Ausbildungsfahrt des Segelschulschiffs "Gorch Fock" bei einer Wache über Bord gegangen. Die Todesumstände blieben ungeklärt. Der Leichnam wurde erst nach elf Tagen aus der Nordsee geborgen. Die Ermittler hielten ein Unglück bisher für am wahrscheinlichsten.

Jenny Bökens Eltern gehen von Mord aus

Die Eltern sahen dagegen Hinweise für einen Mord. Sie stützten sich dabei auf eine eidesstattliche Aussage eines früheren Bundeswehrangehörigen, der im April dieses Jahres - nach einer Geschlechtsumwandlung - von der Kieler Staatsanwaltschaft als Zeugin vernommen wurde.

Laut dem Anwalt der Bökens, Rainer Dietz aus Aachen, soll die Zeugin erklärt haben, kurz nach dem Auffinden der Leiche hätten mehrere Männer, darunter Marineangehörige, sie in einer Kaserne besucht. Sie sollen angedeutet haben, dass die junge Frau erdrosselt worden sei.

Mehr zum Fall Jenny Böken lesen Sie auf unserer Themenseite.

Von dpa/KN

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