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Kiel Fans halten dem Eisfestival die Treue
Kiel Fans halten dem Eisfestival die Treue
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08:04 18.12.2016
Von Jürgen Küppers
Die Sorge vor dem Standortwechsel war unbegründet: In der umgebauten Gepäck-Abfertigungshalle am Ostseekai tummeln sich genauso viele Schlittschuh-Fans wie zu früheren Zeiten, als das Eisfestival noch auf dem Rathausplatz zu Hause war. Quelle: Frank Peter
Kiel

Doch die Befürchtungen, die Freunde der Kufenkunst könnten dabei nicht mitziehen, erwies sich laut Halbzeitbilanz nicht nur als völlig unbegründet. Die Zahlen zeigen sogar erneut rekordverdächtig nach oben.

So strömten nach 25 Betriebstagen insgesamt 15629 Schlittschuhläufer in die umfunktionierte ehemalige Gepäck-Abfertigungshalle für die Kreuzfahrer. Im vergangenen Rekordjahr waren es zur Halbzeit 20 weniger. Offenbar immer beliebter wird das Eisfestival auch als Treffpunkt für große wie kleine Besucher: 550 Kinder feierten dort bislang Geburtstagsfeste (vergangenes Jahr: 400), 33-mal wurden die Pagodenzelte für Festlichkeiten wie Weihnachtsfeiern vermietet (Vorjahr: 31-mal).

Der für das Eisfestival bei Kiel-Marketing zuständige Projektleiter Johannes Hesse zeigte sich von den aktuell erhobenen Zahl absolut überrascht: „Ehrlich gesagt wäre ich angesichts des Standortwechsels schon mit einem Viertel weniger Besucher ganz zufrieden gewesen. Insofern übertrifft das aktuelle Ergebnis selbst unsere kühnsten Erwartungen.“

Betrachte man die starken Besucherzahlen von Weihnachtsdorf und Eisfestival zusammen, zeige sich im Nachhinein: „Die in diesem Zusammenhang getroffenen strategischen Entscheidungen zur Innenstadtbelebung im Winter waren zwar nicht ohne Risiko, erweisen sich jetzt aber als richtig.“

Zu den Risiken gehörten auch finanzielle Aspekte. Etwa 50.000 Euro hätten Kiel-Marketing, Sponsoren und Eisbahn-Betreiber insgesamt investieren müssen, um das Areal neben dem Ostseekai für die neue Nutzung herzurichten. Dazu gehörten Versorgungsanschlüsse ebenso wie der Einbau großer Panoramascheiben, die einen ungetrübten Blick auf die Förde ermöglichen.

Exklusive Lage an der Förde

Doch die Investitionen haben sich nach Hesses Einschätzung gelohnt. Seien in den ersten 14 Tagen noch vergleichsweise wenige Besucher an den Ostseekai gekommen, habe die exklusive Lage mit freiem Blick auf Wasser und Schiffe immer stärkere Anziehungskraft entfaltet: „Wer das einmal erlebt hat, kommt immer wieder, weil es das sonst in Kiel so nicht gibt.“

Positiv ausgewirkt hätten sich auch die unmittelbar vor dem Ostseekai zur Verfügung stehenden Parkplätze. Vereinzelt registrierte der Projektleiter zwar Beschwerden von Besuchern über die vom Seehafen Kiel erhobenen Gebühren (ein Euro pro 45 Minuten). Die überwiegende Mehrheit begrüße jedoch die Möglichkeit, Autos direkt neben der Eisbahn parken zu können.

Neue Wintersportangebote

Bewährt haben sich die in diesem Jahr eingeführten Neuerungen, um das Eisfestival attraktiver zu machen. Dazu gehören ein separater Feier-Bereich für Kinder, die Vergrößerung der Gastro-Flächen von 1200 auf 1500 Quadratmeter sowie die erstmals integrierten Freizeit-/Sportangebote wie Bogenschießen in der Halle, Strandsegeln auf dem Hafengelände oder „Punschkutterfahrten“ an Wochenenden auf der Förde.

Offensiv beworben wurden diese „Schnupperangebote“ zwar noch nicht. Doch das soll sich im kommenden Jahr ändern. So plant Kiel-Marketing das Ostseekai-Gelände in Zusammenarbeit mit dem Segelsport-Veranstalter Nordwind zu einer Art Kieler „Zentrale für sportliche Winteraktivitäten“ auszubauen.

Bis zum 15. Januar können Kufenkünstler noch ihre Runden drehen.

 

Öffnungszeiten und Preise

Das Stadtwerke-Eisfestival am Ostseekai dauert noch bis zum 15. Januar 2017. Die Vormittage sind in der Regel für Schulklassen reserviert. Öffnungszeiten für jedermann sind von Montag bis Freitag 13.30 bis 19 Uhr, in den Schulferien ab 10 Uhr. Sonnabend: 10 bis 19 Uhr, Sonntag: 10 bis 20 Uhr. Über die Feiertage gilt: Heiligabend und Silvester ist geschlossen, am ersten und zweiten Weihnachtstag jeweils 10 bis 20 Uhr geöffnet.

Die Tageskarte für Erwachsene kostet 3,50, für Kinder drei Euro. Für Zehnerkarten werden 30 (Erwachsene) oder 25 Euro (Kinder) verlangt. Wer Schlittschuhe ausleihen möchte, zahlt dafür drei Euro pro Stunde.

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