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Kiel Weltkongress asiatische Medizin in Kiel
Kiel Weltkongress asiatische Medizin in Kiel
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10:00 08.08.2017
Von Christian Trutschel
"Diese Konferenz bietet den perfekten Rahmen, in dem führende Ärzte traditioneller asisatischer Medizin ihre Expertise präsentieren und diskutieren", sagte zur Eröffnung am Montag Prof. Angelika Messner (Mitte, mit Prof. Ralph Schneider, Exzellenzcluster "Future Ocean", Direktor des Forschungsschwerpunktes Kiel Marine Sciences (links), und Prof. Detlev Ganten, Charité-Universitätsmedizin Berlin, Präsident des World Health Summit). Quelle: J. Haacks / Uni Kiel
Kiel

"Diese Konferenz bietet den perfekten Rahmen, in dem führende Ärzte traditioneller asisatischer Medizin ihre Expertise präsentieren und diskutieren", sagte im Pressegespräch zur Eröffnung am Montag Prof. Angelika Messner vom Chinazentrum der Kieler Universität. Messner fungiert als "Co-Chair of the Congress and Host" und betonte, dieser von der renommierten International Association für the Study of Asian Medicine bereits 1973 initiierte ICTAM-Kongress finde erst zum zweiten Mal in Europa statt. "Wir beobachten global Transformationsprozesse hinsichtlich der Medizin", sagte Messner.

Prof. Detlev Ganten, amtierender Präsident des World Health Summit und früher an der Spitze der Charité-Universitätsmedizin, erklärte, er sei ein Verfechter der wissenschaftlichen westlichen Hochleistungsmedizin. "Das sind wichtige Sachen, aber nicht in allen Teilen der Welt." Medizin müsse die Umwelt eines Menschen erfassen, deren andere Kulturen und Werte, "die genauso richtig sind wie unsere". Diese Umwelt mit dem individuellen Gesundheitsverhalten von Menschen zu verbinden, werde eine gigantische Aufgabe der Zukunft.

Sowohl Messner als auch Ganten beriefen sich auf die 2015 von den Vereinten Nationen formulierten 17 Nachhaltigkeitsziele, unter denen Gesundheit für alle bis 2030 auf Platz 3 stehe.

Menschheit hat sich verdreifacht

Prof. Ralph Schneider, Exzellenzcluster "Future Ocean", Direktor des Forschungsschwerpunktes Kiel Marine Sciences, rekapitulierte, dass sich die Bevölkerung des Planeten Erde, der zu mehr als 70 Prozent von Ozeanen bedeckt ist, in den vergangenen 60 Jahren auf heute über sieben Milliarden Menschen verdreifacht habe. "Die Frage ist und wird sein, wie wichtig die Gesundheit der Ozeane für das Wohlbefinden der Menschen ist", erklärte Schneider.

In Kiel, wo Wissenschaftler verschiedener Fakultäten seit mehr als zehn Jahren in zwei Exzellenzclustern (Future Ocean und Kiele Life Science Inflammation at Interfaces) forschen, arbeite eine Gruppe daran, in marinen Organismen als Modellorganismen die an Entzündungen sowohl als Initiatoren als auch als Gegenspieler beteiligten Proteine zu untersuchen. Mit einem Förderbescheid bedacht worden sei jüngst ein Projekt, "in dem man sich Braunalgen anschaut im Hinblick auf mögliche Wirkstoffe für die Augenheilkunde". Fragen der Substitution über eine nachhaltige marine Aquakultur oder den Umgang mit toxischen Algen, die von marinen Organismen aufgenommen werden, welche "auf unseren Tellern landen", würden in Zukunft an Bedeutung gewinnen, sagte Schneider.

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