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Kiel Einheitliche Fahrzeuge für die Retter
Kiel Einheitliche Fahrzeuge für die Retter
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06:25 06.02.2020
Von Frank Behling
Die Kieler Feuerwehr will alle Ortswehren und die Löschzüge der drei Wachen der Berufsfeuerwehr mit einem einheitlichen Fahrzeugtyp ausstatten. Quelle: Frank Behling
Kiel

Die Feuerwehr hat dafür ein Konzept ausgearbeitet, das die Umstellung bei den zehn Ortswehren auf einen standardisierten Typ vorsieht. 

Kostenvorteil bei der Anschaffung

Neben dem Kostenvorteil bei der Anschaffung soll es auch einen deutlichen Vorteil bei den Einsätzen geben. In vielen Randbereichen von Kiel sind nicht selten die freiwilligen Feuerwehren vor den Löschzügen der drei Wachen der Berufsfeuerwehr vor Ort. Bislang konnte es dabei vorkommen, dass ein altes und weniger leistungsfähiges Löschfahrzeug direkt vor dem Brandort stand und dann umgeparkt oder umgangen werden musste. „Es ist wirklich unheimlich von Vorteil, wenn einheitliche Fahrzeuge vor Ort an den Einsatzstellen sind und jeder genau weiß, was sich wo in den Fahrzeugen befindet“, sagt Stadtwehrführer Bernhard Hassenstein.

Auch bei Einsätzen wird es einfacher

Wenn alle zehn freiwilligen Wehren und die Löschzüge einheitliche Fahrzeuge haben, ist immer ein leistungsfähiges Fahrzeug direkt am Einsatzort. Wie die Berufsfeuerwehr und Stadtfeuerwehrverband mitteilen, ergeben sich daneben Vorteile bei der Ausbildung und Wartung. Die Löschgruppenfahrzeuge sollen alle einheitlich ausgestattet sein. Bei der Anschaffung der Fahrzeuge werden Einsparungen um zehn bis 20 Prozent pro Fahrzeug erwartet. Die Anschaffung soll je nach Ausschreibung 2022 und 2023 beginnen. Danach lösen je sechs neue Fahrzeuge pro Jahr die Löschgruppenfahrzeuge in den Ortswehren zwischen Schilksee und Dietrichsdorf ab. Die dort stationierten Fahrzeuge wurden zwischen 1994 und 2005 in Dienst gestellt. „Die Resonanz in den Wehren ist sehr positiv“, so Hassenstein. Er lobt auch die Einbindung der Wehren, die ihre Erfahrungen mit einbringen konnten. 

Breite Unterstützung durch die Politik

Im Rathaus gibt es breite Unterstützung für das neue Konzept. „Wir sehen hierin die Möglichkeiten für erhebliche Verfahrenserleichterungen und große Einsparpotenziale im Ausschreibungsverfahren durch einen zentral gesteuerten Beschaffungsprozess. Kiel sollte sich an der Initiative beteiligen, und wir werden uns dafür einsetzen“, sagen Andreas Arend (SPD), Sven Krumbeck (Grüne) und Ingmar Soll (FDP) von der Kooperation im Rat. „Die Sicherheit der Menschen in unseren Wehren steht für uns an höchster Stelle. Für die oft zeitlich dringenden Einsätze für Leib oder Leben der Betroffenen sowie zum Eigenschutz der Retterinnen und Retter ist neben einer guten Ausbildung auch eine Ausstattung, die den modernen Standards der Zeit entspricht, unverzichtbar“, erklären die drei Fraktionssprecher.

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