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Kiel Feuerwehr musste Polizeiwagen aufbrechen
Kiel Feuerwehr musste Polizeiwagen aufbrechen
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09:46 29.04.2018
Von Frank Behling
Die Nacht verbrachte der Randalierer in der Ausnüchterungszelle. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Ein demoliertes Polizeiauto, eine Strafanzeige und ein kurioser Feuerwehreinsatz sind die Bilanz eines nächtlichen Einsatzes in Kiel. Es begann alles wie ein normaler Einsatz. Kurz vor 2 Uhr war eine Streife zu einer hilflosen Person im Bereich einer Fußgängerbrücke an der Werftstraße gerufen worden.

Mann sollte in Ausnüchterungszelle gebracht werden

 Die Beamten des vierten Reviers fanden dort auch einen stark alkoholisierten Mann. Der 23-Jährige zeigte sich danach jedoch nicht kooperativ und wurde deshalb mit einem speziell für solche Fälle vorgehalten Einsatzwagen zur Gartenstraße gebracht um dort dann für die Nacht zur Ausnüchterung in Gewahrsam genommen zu werden.

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Bei der Fahrt dorthin kam der Mann wieder zu sich und begann in dem Fahrzeug zu randalieren. Beim Eintreffen in der Gartenstraße zeigte die rohe Gewalt des Mannes an dem Einsatzwagen bereits Wirkung. Die Tür zu dem rückwärtigen Gefangenen-Bereich hatte er Mann von mit Fußtritten so verbogen, dass sie sich nicht mehr von außen entriegeln ließ, wie die Leitstelle der Polizei am Sonntagmorgen mitteilte.

Da der rückwärtige Bereich des Einsatzfahrzeugs sich nur durch eine Schiebetür an der Seite erreichen ließ, musste die Polizisten schließlich um 2.40 Uhr die Berufsfeuerwehr anrufen und technische Hilfeleistung anfordern.

Feuerwehr musste Polizeiwagen mit Spreizer öffnen

Die Feuerwehr rückte mit einem Hilfeleistungslöschfahrzeug an und konnte aber zunächst auch nicht die Tür mit den üblichen Werkzeugen öffnen. Einziger Ausweg war deshalb der Einsatz von hydraulischem Rettungsgerät. „Die Tür wurde von den Kollegen dann mit einem Spreizer geöffnet“, so Ulf Schmidtchen vom Lagedienst der Berufsfeuerwehr.

Totalschaden am Fahrzeug

Durch den Einsatz dieses hydraulischen Bergungsgeräts ist der Einsatzwagen jedoch zum Totalschaden geworden, da beim Einsatz dieses Geräts auch die Karosserie verzogen wird.

Der Mann wurde danach zur Ausnüchterung in eine Zelle gebracht. Die Strafanzeige wegen Sachbeschädigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ist ihm aber sicher. 

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