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Kiel Fiddler`s Green drückte aufs Gas
Kiel Fiddler`s Green drückte aufs Gas
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00:17 03.07.2013
Von Kai-Peter Boysen
Überzeugten auf der Hörnbühne: Fiddler`s Green Quelle: kpb
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Kiel

 Fiddler`s Green zählen seit ihrer Gründung 1990 zu den tourfreudigsten Bands überhaupt und sind mit ihrer Mischung aus Eigenkompositionen und rockigen Folk-Traditionals zu echten Partyexperten erwachsen. Das klappt auch außerhalb verrauchter Clubs, der Pit ist nicht nur beim Ska-Punksong „Jump“ vom letzten Album „Wall Of Folk“ in Rotation, Tobias Heindl an der Geige und Stefan Klug am Akkordeon prägen die Songs durch schnelle Tonfolgen aus einer schier unerschöpflichen Melodienquelle.

Das schunkelige „Greens And Fellows“ ist nur eine kurze Verschnaufpause, nach dem sich in einen Rausch steigernden  instrumentalen „Tam Lin“ folgt zu „Rocky Road To Dublin“ die obligatorische Wall Of Folk, eine sanftere Version der aus dem Metal bekannten Wall of Death, bei der das Publikum geteilt wird und dann stürmisch die Seiten wechselt. Wenige flüchten, die meisten genießen das Spielchen. „Habt ihr Bock auf ein Sauflied?“ Eine rhetorische Frage von Gitarrist und Sänger Pat(rick) Prziwara, die die Band mit „Bottom Of Our Glass“ selbst beantwortet.

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Der ordentlich gefüllte Platz erfährt weiteren Zustrom, Hände haben Lufthoheit und mit dem, ohne Turbo gespielten, sehr gelungenen irischen Song „Blarney Roses“ verabschieden sich Fiddler`s Green, deren neues Album „Winners & Boozers“ Ende Juli erscheint. Das Konzert fand übrigens ganz ohne Regen statt.