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Kiel Treffen der Flaggschiffe
Kiel Treffen der Flaggschiffe
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19:53 31.01.2019
Von Frank Behling
Foto: Seenotretter "Harro Koebke" (vorn) und "Hermann Marwede" gemeinsam am Tiessenkai in Kiel.
Seenotretter "Harro Koebke" (vorn) und "Hermann Marwede" gemeinsam am Tiessenkai in Kiel. Quelle: Frank Behling
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Kiel

Die "Hermann Marwede" kam Donnerstag kurz nach 15 Uhr frisch überholt aus der Tamsen Werft in Rostock. Dort war 15 Jahre alte Kreuzer seit September von Grund auf überholt worden. Auch Seenotretter müssen alle fünf Jahre einmal zur großen Klasse (Schiffs-TÜV) aus dem Wasser.

Nach einer Probefahrt am Dienstag wurde das Schiff am Mittwoch von den Seenotrettern wieder abgenommen. Der 46 Meter lange Kreuzer soll am Sonnabend wieder seine Station auf der Nordseeinsel Helgoland beziehen. Dort hatte seit September der Rettungskreuzer "Harro Koebke" die Lücke gefüllt. Es ist der zweitgrößte Kreuzer der Flotte.

Werftvertretung durch Rotation der Kreuzer

Die 36,5 Meter lange "Koebke" ist eigentlich in Sassnitz auf Rügen stationiert und für die Kadetrinne und die Seegebiete vor Rügen zuständig. Dort wird das 2012 gebaute Spezialschiff am Freitagabend wieder Position beziehen und den dort als Reserveeinheit eingesetzten Kreuzer "Vormann Jantzen" ablösen. Dieser Kreuzer wird zusammen mit der "Nis Randers" zur Vertretung der zur Werft geschickten Einheiten eingesetzt.

Die "Harro Koebke" ist der größte Kreuzer der Seenotretter in der Ostsee. Die "Hermann Marwede" ist das Flaggschiff Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in der Nordsee. Beide Schiffe wurden auf der Fassmer Werft an der Weser gebaut, der Hauswerft der Seenotretter. Sie haben jeweils  ein 8,9 Meter langes Tochterboot, Hubschrauberlandedeck und ein großes Bordhospital.  Als Antrieb dienen jeweils drei starke MTU-Diesel. Damit erreichen sie eine Höchstgeschwindigkeit von 25 Knoten.  

Der symbolische Staffelwechsel der beiden Kreuzer dauert in Kiel-Holtenau noch bis zum Freitagmorgen. Kurz nach Sonnenaufgang wollen beide  Schiffe wieder ablegen. Die "Hermann Marwede" wird dann durch den Nord-Ostsee-Kanal zur Nordsee weiterfahren.

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